Kwasi Okyere Wriedt wechselte im Sommer 2017 vom VfL Osnabrück zum großen FC Bayern München. Beim deutschen Rekordmeister war der Angreifer eigentlich für die zweite Mannschaft vorgesehen. Die Entwicklung des Ghanaers ging aber rasanter vonstatten als erwartet und so packte der 23-Jährige bereits in seiner ersten Saison an der Säbener Straße den Sprung in den erweiterten Kader der Prof-Mannschaft. In einem Interview sprach der Angreifer nun über seine Zukunftspläne.


Der für 400.000 Euro verpflichtete Mittelstürmer konnte bei den Münchner von Start weg überzeugen und erzielte in 29 Einsätzen in der Regionalliga Bayern starke 21 Treffer und legte sieben weitere vor. Durch seine Leistungen machte er schnell auch Jupp Heynckes auf sich aufmerksam und durfte unter der Bayern-Legende regelmäßig bei den Profis mittrainieren und packte sogar in neun Pflichtspielen den Sprung in den Kader. Dabei durfte er gegen Borussia Mönchengladbach sein Bundesliga-Debüt feiern.

Vor seinem Wechsel zu der zweiten Mannschaft der Münchner lagen dem gebürtigen Hamburger auch Angebote von höherklassigen Vereinen vor. In einem Gespräch mit transfermarkt.de erläuterte der Offensivspieler nun, wieso er sich trotzdem für einen Wechsel nach Bayern entschieden hatte. "Wenn ein Verein wie Bayern München anklopft, muss man sich das immer anhören und da kann man auch schwer Nein sagen. In den Gesprächen mit den Trainern und dem Nachwuchsleiter Jochen Sauer wurde mir eine Perspektive aufgezeigt: Wenn ich gute Leistungen bringe, kann ich mich auch für die Profis empfehlen", so Wriedt.


Im Sommer rüsteten die Bayern jedoch mit der Verpflichtung von Sandro Wagner in der Offensive noch einmal nach und seitdem packte es der Youngster nicht mehr in den Spieltagskader der Profis. Der Vertrag des 1,88-Meter-Schlaks läuft noch bis 2020 und derzeit will er sich einzig und allein auf seine Arbeit beim Rekordmeister konzentrieren. In der Zukunft wolle er aber "in der ersten oder zweiten Liga spielen". 

Dabei könnte er sich auch durchaus vorstellen, zurück zu seinen Wurzeln zu wechseln. Beim ​FC St. Pauli verbrachte der Angreifer sechs Jahre im Nachwuchs. Der Durchbruch wollte ihm bei dem Kiezklub damals aber nicht gelingen. Dennoch sei eine Rückkehr absolut denkbar: "Ich bin ein sehr stolzer Hamburger Jung und stolz auf meine Heimat."


Dass es damals bei den Hamburgern nicht geklappt hatte, hing auch damit zusammen, dass Wriedt von mehreren Verletzungen geplagt war und daher selten zum Einsatz kam. Über den Umweg Lüneburger SK Hansa empfahl er sich dann für höhere Aufgaben und wurde unlängst auch sogar für zwei Testspiele der ghanaischen Nationalmannschaft nominiert.