​Des einen Freud, des anderen Leid. Nach der überraschenden Pleite des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt im Pokalfinale, gab es wohl nicht nur traurige Gesichter auf Seiten der Münchener. Auch in Stuttgart herrschte nach dem Sieg der Frankfurter Enttäuschung, verpasste der VfB durch den Erfolg der "Adler" nun doch den Einzug in die Europa League.


Insgeheim hat VfB-Sportdirektor Michael Reschke wohl bereits für die Europa League geplant, denn ein Erfolg der Eintracht über die bajuwarische Übermacht schien vor der Final-Partie kaum denkbar. Durch einen Pokalsieg der Bayern wäre der siebtplatzierte Stuttgart automatisch in die Euro-League-Quali gerutscht. Nun aber darf Frankfurt in der kommenden Saison am internationalen Geschäft teilnehmen.

Auch RB Leipzig hätte sich sicherlich über einen Triumph der Bayern gefreut. Der Tabellensechste muss durch den Eintracht-Erfolg nun durch die ellenlange Qualifikationsrunde. Sechs zusätzliche Spiele müssen die Ostdeutschen nun absolvieren. Hätten die Bayern den Pokal geholt, wäre man direkt in der Gruppenphase gestartet. Ralf Rangnick wird den Pokalsieg der Eintracht demnach wohl eher missmutig verfolgt haben.

Selbst in Gelsenkirchen hat man wohl im Geheimen dem ungeliebten Rivalen die Daumen gedrückt, denn im Falle eines Bayern-Sieges wäre der FC Schalke als Vizemeister im Sommer zum Supercup-Finale gegen die Bayern angetreten. So kommt es vor dem Beginn der Saison zum erneuten Duell zwischen dem Meister aus München und Eintracht Frankfurt.