​Nach der überraschenden Pleite des FC Bayern im Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt, zeigten die Spieler des Rekordmeisters, dass sie zuletzt keine allzu große Erfahrung im Verlieren sammeln konnten. Statt wie gewohnt für den frischen Sieger Spalier zu stehen, zogen die Bayern-Akteure den Gang in die Kabine vor.


"Es war niemand da, der gesagt hat 'Jungs, ihr müsstet bleiben'", versuchte sich Weltmeister Mats Hummels nach der Partie an einer Erklärung. "Einer hat halt den Anfang gemacht und alle anderen sind wie eine Entenfamilie hinterher gewackelt. Das hat wenig mit fehlendem Respekt zu tun. Ich kenne gar nicht den Knigge, wie man sich da verhält." Doch Hummels, für den es die bereits vierte Niederlage in einem Pokalfinale war, hätte es eigentlich besser wissen müssen. Immerhin zollten Manuel Neuer und Sven Ulreich den Hessen Respekt und warteten die Pokalübergabe an die Eintracht ab.

Jupp Heynckes, der nun eher sang- und klanglos in die Rente geschickt wurde, hielt seine schützende Hand über die Spieler und erklärte: "Da muss ich ehrlich zugegeben, dass viele und ich nicht dran gedacht haben. Das muss ich zugeben. Ich muss das nachholen, und möchte Eintracht Frankfurt zum Pokalsieg gratulieren."

Joshua Kimmich ließ nach dem Schlusspfiff durchblicken, dass die Spieler nach der Pokalpleite extrem enttäuscht in die Sommerpause bzw. nach Russland fahren: "Das ist für mich persönlich eine brutal enttäuschende Saison", so der Außenverteidiger. "Es ist immer das Gleiche: Hinten machen wir die Fehler und vorne machen wir den Ball nicht rein." Mats Hummel schloss ein versöhnlicheres Fazit: "Mit dem Double wäre es eine gute Saison gewesen, so ist es eine ordentliche, gute, enttäuschende - irgendwie dazwischen."