In dieser Woche musste Mario Götze eine bittere Pille schlucken. Der Offensivspieler von Borussia Dortmund gehört nicht zum deutschen Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Russland. Der BVB-Star, der vor vier Jahren noch der gefeierte Held bei der WM in Brasilien war und das entscheidende Tor im Finale erzielte, meldete sich jetzt zu Wort. Zwar zeigte sich der 25-Jährige über Löws Entscheidung enttäuscht, schickte aber zugleich eine Kampfansage​. 

​​Als Joachim Löw am Dienstagnachmittag seinen vorläufigen Kader für die WM in Russland verkündete, sorgte der Bundestrainer und für einige Überraschungen. Vor allem zwei Spieler suchte man im 27-köpfigen Kader vergebens. Sandro Wagner, der sich inzwischen geäußert hat und seinen Rücktritt erklärte, und Mario Götze. Letztgenannter wählte einen anderen Weg als der Bayern-Spieler. "Natürlich bin ich traurig und wäre gerne bei der WM dabei, aber ich werde alles dafür tun, dass ich bald wieder zum Kader unserer Nationalmannschaft gehöre“, meldete sich der WM-Held von 2014 zu Wort. 


Götze akzeptierte Löws Entscheidung und will von einem vergifteten Klima nach seiner Nichtberücksichtigung nichts wissen. "Ich wünsche den Jungs, den Trainern und der Mannschaft hinter dem Team eine gute Zeit - und ich werde allen die Daumen drücken, dass sie Weltmeister werden", sagte der 25-Jährige. 


Für Götze ist die Tür in der Nationalmannschaft nach der WM keineswegs versperrt. "Mein Job ist es manchmal leider auch, Träume platzen zu lassen. Das ist nie eine Entscheidung gegen einen Spieler, sondern immer im Sinne der Mannschaft", erklärte Löw. In manchen Fällen würden Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Für den BVB-Spieler reichte es nicht für eine WM-Nominierung. "Es war nicht seine Saison. Er hat eine wahnsinnige Qualität, aber in dieser Saison war er nicht in der Form", betonte der Bundestrainer.