​Der Hamburger SV treibt die Kaderplanung für die kommende Saison weiter an. Während einige Stammkräfte auch in der zweiten Liga wohl zur Verfügung stehen, soll Linksverteidiger Douglas Santos auf einen Wechsel pochen. Von Skandal-Profi Walace wollen sich die Hanseaten zudem ohnehin trennen. Scheitern könnte beide Deals jedoch an den hohen Ablöseforderungen des einstigen 'Bundesliga-Dinos'.


Douglas Santos war in einer sehr wilden Saison der Hamburger, mit gleich drei Trainern an der Seitenlinie, noch eine der wenigen Konstanten. Der Brasilianer kam insgesamt in der Liga auf 27 Einsätze und war auch unter ​Trainer Christian Titz absolut gesetzt. Geht es nach dem 47-jährigen Fußballlehrer, soll der Linksverteidiger auch im Unterhaus eine wichtige Säule der 'Rothosen' sein. Zwar hat der 24-Jährige zudem noch einen Vertrag bis 2021, dennoch pocht der Südamerikaner auf einen Abgang.

Dabei gibt es einige Interessenten für den entwicklungsfähigen Verteidiger, darunter auch die PSV Eindhoven. Laut Informationen der BILD soll eine erste Anfrage in Höhe von vier Millionen Euro aber auf wenig Gegenliebe bei den Hanseaten gestoßen sein, schließlich fordert der Nordklub eine zweistellige Millionensumme. Auch wenn dies der erste ernste Vorstoß des niederländischen Topklubs war, dürfte es sich als schwierig herausstellen, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.


Etwas anders gestaltet sich die Situation bei Walace. Im Gegensatz zu Santos wären die Hamburger mit Sicherheit heilfroh, wenn sie den 23-Jährigen in Zukunft endgültig aus ihrer Gehaltsliste streichen können. Mit viel Vorschusslorbeeren für die satte Ablösesumme in Höhe von 9,2 Millionen Euro im Sommer 2017 von Gremio Porto Alegre zum HSV gekommen, fiel der Defensivspieler seitdem zumeist lediglich durch Undiszipliniertheiten auf und ist daher auch in Zukunft nicht als wichtiger Spieler im System von Christian Titz angedacht.

Auch hier könnte die geforderte Ablösesumme, von ebenfalls rund zehn Millionen Euro, jedoch zum großen Knackpunkt werden, schließlich dürfte die Zeit beim Hamburger SV den Marktwert des Brasilianer nicht unbedingt erhöht haben. Dennoch soll mit Lazio Rom ein möglicher Abnehmer bereits parat stehen. Dabei müssten sich die Hanseaten jedoch wohl davon verabschieden, den kompletten Betrag auf einen Schlag auf ihr Konto überwiesen zu bekommen. Vielmehr steht angeblich ein Ablösemodell im Raum, bei dem der Nordklub die gewünschte Ablösesumme in erfolgsabhängigen Raten einnimmt oder von einem möglichen Weiterverkauf profitiert.