MUNICH, GERMANY - MAY 12:  The team of Bayern Muenchen celebrates with the trophy winning the Germany Champiosnhip 2017/2018 after the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and VfB Stuttgart at Allianz Arena on May 12, 2018 in Munich, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

FC Bayern München: Die Tops & Flops der abgelaufenen Saison

Nach dem schlechten Saisonstart unter Ex-Trainer Carlo Ancelotti übernahm Jupp Heynckes im Oktober die Bayern und führte den Rekordmeister souverän zurück an die Spitze der Bundesliga. So sicherte sich der FC Bayern München die sechste Meisterschaft in Folge. In der Champions League kam man bis ins Halbfinale, wo man allerdings erneut an Real Madrid scheiterte. Im Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt haben die Bayern nun die Chance, die Saison mit dem Double abzurunden. Dies sind die Tops und Flops der Saison 2017/18 beim FC Bayern:

1. Top: James Rodriguez

James war in dieser Spielzeit einer der Besten des Meisters. Mit elf Vorlagen und sieben Toren in 23 Bundesligaspielen hatte er großen Anteil am Titel. Kein Spieler legte für so viele Abschlüsse auf wie James - er kommt auf drei Torschussvorlagen pro Spiel.

2. Flop: Die Mannschaft unter Ancelotti

Bayern legte einen schlechten Saisonstart hin und verlor unter anderem in der Champions-League-Gruppenphase mit 0:3 gegen Paris Saint-Germain. Allerdings merkte man, dass sich unter Ancelotti verschiedene Lager in der Mannschaft gebildet hatten und diese gegen den Trainer spielte. Die folgenden Spiele unter Heynckes zeigten, dass die Qualität für bessere Leistungen vorhanden gewesen wäre. Der schwache Start ist also auch dem Team anzulasten. 

3. Top: Joshua Kimmich

Kimmich war in der Bundesliga zusammen mit Philipp Max vom FC Augsburg einer der Top-Vorbereiter unter den Verteidigern. Und in der Champions League trat der 23-Jährige mit vier Treffern sogar als Torjäger in Erscheinung. Insgesamt kommt Kimmich in dieser Saison so auf 22 direkte Torbeteiligungen. 

4. Flop: Manuel Neuer

Nachdem sich Neuer 2017 innerhalb eines halben Jahres dreimal eine Mittelfußfraktur zugezogen hatte, fiel der Nationaltorwart für den Großteil dieser Saison aus. Momentan kämpft Neuer um die Teilnahme an der WM in Russland. Das Problem: Neuer sollte ursprünglich bereits Ende März wieder auf den Platz zurückkehren, hat nun vor dem Pokalfinale aber immer noch kein einziges Spiel in diesem Jahr bestritten. 

5. Top: Thomas Müller

Thomas Müller trat in diesem Jahr wieder nicht als großer Torjäger in Erscheinung, ist allerdings der Top-Vorbereiter dieser Bundesliga-Saison - 16 Vorlagen schaffte sonst keiner. Wettbewerbsübergreifend brachte es der Raumdeuter auf satte 33 direkte Torbeteiligungen. Damit war er zusammen mit James der Motor im Offensivspiel des FC Bayern. 

6. Flop: Arturo Vidal

Auch aufgrund vieler kleinerer Verletzungen und der Verpflichtung von Corentin Tolisso kam Vidal nicht mehr zu so vielen Spielen, wie in den vergangenen Jahren. Der Chilene zeigte gewohnt vollen Einsatz, hatte aber vor allem offensiv nicht mehr den großen Einfluss. Durch die Verpflichtung von Leon Goretzka dürfte es für Vidal deshalb eng werden. Gerüchte um einen Abgang stehen im Raum. 

7. Top: Niklas Süle

Niklas Süle dürfte mit seiner ersten Saison beim FC Bayern durchaus zufrieden sein, vor allem weil diese gar nicht verlief, wie viele erwartet hätten. Durch die Ausfälle von Jerome Boateng in der Rückrunde und die frühe Meisterschaft, kam Süle insgesamt auf ganze 40 Einsätze. Dabei fallen zwei Werte auf: Er stellte mit drei Eigentoren den Bundesliga-Rekord von Manni Kaltz ein - Süle schaffte allerdings auch die beste Passquote aller Bundesliga-Spieler. 

8. Flop: Boatengs Verletzungen

Jerome Boateng spielte eine gute Saison - wenn er auf dem Platz stand. Wie auch in den vergangenen Jahren fiel Boateng mehrfach durch muskuläre Verletzungen, vor allem zum Ende der Saison aus. Nachdem er im April letzten Jahres bereits mit einer Adduktorenverletzung ausgefallen war, zog er sich auch in dieser Saison im Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid die gleiche Verletzung zu. 

9. Top: Sven Ulreich

In Vertretung für den verletzten Neuer machte Ersatztorwart Sven Ulreich eine gute Figur. Abgesehen von seinem kapitalen Fehler in der Champions League gegen Real Madrid war Ulreich in den meisten Spielen ein sicherer Rückhalt und glänzte durch starke Paraden im Eins-gegen-Eins - 57 Prozent vereitelte Großchancen bedeuten Platz 1 in der Bundesliga. Nachdem er 2015 vom VfB Stuttgart kam, ist die diesjährige Meisterschaft der erste Titel, zu dem Ulreich elementar als Stammspieler beigetragen hat. 

10. Flop: Lewandowski in der Champions League

Statistisch gesehen hatte Lewandowski wieder eine gute Saison: 39 Tore in 46 Saisonspielen klingen nach Weltklasse. In der Bundesliga schrammte "Lewy" mit 29 Treffern nur knapp an der 30-Tore-Marke vorbei. Aber seine Saison hat einen Makel: In den KO-Spielen der Champions League konnte Lewandowski in sechs Spielen nur zwei Tore erzielen. Gegen Real Madrid konnte der Mittelstürmer die Bayern trotz vieler Chancen nicht ins Finale führen. 

11. Top: Meistertrainer Heynckes

Jupp Heynckes hat es wieder geschafft: In seiner vierten Amtszeit als Trainer des FC Bayern konnte er die vierte Meisterschaft holen. Nachdem Heynckes 2013 zum bisher einzigen Mal in der Geschichte des deutschen Fußballs mit den Bayern das Triple holte, könnte er sich mit einem Sieg im Pokalfinale und dem Double standesgemäß verabschieden.