HAMBURG, GERMANY - MAY 12:  Gotoku Sakai of Hamburger SV and Lewis Holtby of Hamburger SV look dejected as they applaud fans after the Bundesliga match between Hamburger SV and Borussia Moenchengladbach at Volksparkstadion on May 12, 2018 in Hamburg, Germany.  (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Hamburger SV: Die 8 Tops und Flops der Saison 2017/18

Die insgesamt 55. Saison der deutschen Fußball Bundesliga war allen voran für den Hamburger SV eine bedeutsame. Das einstige Gründungsmitglied, das seit Jahren immer wieder um den Klassenerhalt kämpfte, musste trotz des guten Saisonstarts von zwei Siegen aus drei Spielen am Ende den bitteren Gang in die zweite Liga antreten und stieg als Tabellen-17. mit 31 Punkten ab. 


Über weite Strecken der Spielzeit boten die Spieler des HSV eine enttäuschende Leistung, weshalb nicht wenige unter den Erwartungen blieben. Der eine oder andere verkaufte sich jedoch besser als gedacht, vor allem im Saisonfinale unter Christian Titz, der nun vor der Herausforderung steht, die Hanseaten in der kommenden Saison wieder aufzubauen und in einem Jahr den direkten Wiederaufstieg zu feiern. Im Folgenden präsentieren wir jeweils vier Spieler, die zu den Verlieren und Gewinnern der insgesamt schwachen Saison des Hamburger SV gehören.

8. Flop: Christian Mathenia

Den Anfang der Liste macht Torhüter Christian Mathenia. In der Hinrunde war der 26-Jährige die klare Nummer eins, zeigte zum Ende hin jedoch überwiegend schwache Leistungen und wurde zu Beginn der Rückrunde auf die Bank versetzt, weshalb Konkurrent Julian Pollersbeck zwischen den Pfosten stand. 


Nach der Entlassung von Markus Gisdol und der lediglich sieben Spiele währenden Amtszeit von Bernd Hollerbach war Mathenia, der vor zwei Jahren für 800.000 Euro von Darmstadt 98 an die Elbe wechselte, wieder im Tor gesetzt, doch unter Titz änderte sich die Lage erneut - und endgültig zu Gunsten von Pollersbeck. Mathenia verbrachte den Rest der Saison nach der 0:6-Niederlage in München auf der Bank und dürfte wohl keine Zukunft mehr in Hamburg haben.

7. Flop: Walace

9,2 Millionen Euro zahlte der HSV im Januar 2017 für Walace, der in dieser Saison viele Höhen und Tiefen erlebte. Nach einer durchwachsenen Hinrunde wollte der Brasilianer einen Wechsel in seine Heimat forcieren, verlängerte daher ohne Absprache mit dem Verein seinen Urlaub und wäre beinahe leihweise zu Flamengo Rio de Janeiro gewechselt.


Nachdem der Transfer scheiterte, war Walace unter Hollerbach klar gesetzt und bekam das volle Vertrauen des Trainers ausgesprochen. Doch nachdem der Würzburger entlassen wurde, folgte die Suspendierung: Hollerbach-Nachfolger Christian Titz wollte den 23-Jährigen bei der Partie gegen Hertha BSC in der Abwehr einsetzen, Walace lehnte jedoch ab, wurde aus dem Kader gestrichen und verfolgte das Spiel von Zuhause aus. Seither scheint ein Wechsel im Sommer wahrscheinlich.

6. Flop: Bobby Wood

Als Stürmer wurde Bobby Wood vor allem verpflichtet, um Tore zu schießen. Dieses Unterfangen ist ihm im Trikot des Hamburger SV allerdings nur selten geglückt. Nach immerhin fünf Toren in 28 Bundesligapartien in der Saison 2016/17 kamen in dieser Spielzeit ganze zwei Treffer hinzu. Aufgrund von anhaltenden Beschwerden am Knie kam der US-Amerikaner zwar insgesamt nur 18 Mal von Anfang an zum Einsatz, doch vor allem in den entscheidenden Wochen ließ Wood seine Torgefahr selten bis gar nicht aufblitzen. 


Nach seinem ersten Tor am zweiten Spieltag dauerte es bis Ende April, ehe Wood wieder traf. Doch der einzige Rückrundentreffer des 25-Jährigen fiel dank eines Elfmeters, den die Hanseaten beim 3:1-Auswärtssieg in Wolfsburg in der 43. Minute zugesprochen bekamen. 

5. Flop: Andre Hahn

Für sechs Millionen Euro verpflichtete der Hamburger SV vor der Saison Andre Hahn, der bereits von 2008 bis 2010 in der Nachwuchsabteilung des Vereins auflief. Der Rückkehrer sollte aufgrund seiner Schnelligkeit für mehr Wucht und Torgefahr im Offensivspiel sorgen, doch auch er blieb nach einer bereits enttäuschenden Vorsaison im Dress von Borussia Mönchengladbach unter seinen Möglichkeiten. 


In 23 Einsätzen erzielte Hahn drei Tore, spielte unter Titz jedoch keine Rolle mehr und ist möglicherweise ein Streichkandidat für den Sommer.

4. Top: Luca Waldschmidt

Nach seinem entscheidenden Tor am 34. Spieltag der Saison 2016/17, durch welches der Hamburger SV kurz vor Schluss den direkten Klassenerhalt schaffte und den VfL Wolfsburg in die Relegation schickte, wurde es ruhig um Luca Waldschmidt. Der 21-Jährige spielte unter Markus Gisdol eine eher untergeordnete Rolle und wäre im Winter beinahe zum SC Freiburg gewechselt.


Waldschmidt entschied sich jedoch dafür, sich weiterhin in Hamburg durchzubeißen - und wurde für seine Mühen belohnt. Titz brachte ihn in den vergangenen Wochen regelmäßig, wird wohl in der zweiten Liga vermehrt auf ihn setzen und darauf hoffen, dass Waldschmidt in Zukunft öfter für den HSV treffen wird.

3. Top: Jann-Fiete Arp

Jann-Fiete Arp gilt als eine der Entdeckungen der Saison. Der 18-Jährige feierte am 30. September vergangenen Jahres sein Debüt beim Nordderby gegen Werder Bremen und erzielte in den beiden darauffolgenden Einsätzen zwei Tore. Während er in der A- und B-Junioren Bundesliga nahezu nach Belieben traf, kam er in der Bundesliga zwar regelmäßig zum Einsatz, konnte allerdings keinen weiteren Treffer mehr erzielen.


Dennoch gilt Arp als vielversprechendes Talent für die Zukunft, wird in letzter Zeit allerdings mit einem Wechsel zum FC Bayern München in Verbindung gebracht. Unter seinem einstigen Mentor Titz könnte er in der zweiten Liga jedoch möglicherweise weiterhin regelmäßig zum Einsatz kommen und sein Können unter Beweis stellen.

2. Top: Matti Steinmann

Im Sommer vergangenen Jahres wechselte Matti Steinmann zur zweiten Mannschaft des Hamburger SV und kam in der Regionalliga regelmäßig zum Einsatz. Der 23-Jährige spielte bereits von 2009 bis 2015 für die Hanseaten, wurde damals jedoch aussortiert und zunächst nach Chemnitz verliehen, ehe Mainz 05 den zentralen Mittelfeldspieler ablösefrei verpflichtete.


Nach seiner Rückkehr dauerte es jedoch bis Mitte März, ehe Steinmann in der Bundesliga debütierte, seitdem ist er fest im defensiven Mittelfeld gesetzt. In Zukunft soll er eine der tragenden Säulen in Hamburg werden und weiterhin Stammspieler bleiben, weshalb er ab Sommer ein fester Bestandteil der ersten Mannschaft sein wird.

1. Top: Tatsuya Ito

Neben Jann-Fiete Arp ist Tatsuya Ito einer der größten Newcomer im Dress des Hamburger SV. Der quirlige Japaner absolvierte bereits unter Markus Gisdol und Bernd Hollerbach insgesamt zwölf Bundesligaspiele, wurde jedoch nach der Amtsübernahme von Christian Titz -ähnlich wie Matti Steinmann - in die Startformation befördert und stellte seither seine technischen Stärken regelmäßig unter Beweis.


Ito bekennt sich klar zum Verein, will eigenen Aussagen zufolge eines der neuen Gesichter in Hamburg werden und steht bis 2021 unter Vertrag. In seinen bisherigen 20 Einsätzen steuerte der 20-Jährige drei Torvorlagen bei, doch in Zukunft werden aller Voraussicht nach einige mehr hinzukommen.