MUNICH, GERMANY - DECEMBER 05:  Kingsley Coman  of FC Bayern Muenchen runs with the ball during the UEFA Champions League group B match between Bayern Muenchen and Paris Saint-Germain at Allianz Arena on December 5, 2017 in Munich, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

WM 2018: Diese Top-Elf lässt Frankreich zu Hause

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat am Donnerstag seinen endgültigen WM-Kader bekanntgegeben. Im französischen Star-Ensemble war für manch einen Superstar kein Platz mehr im Aufgebot. Diese Top-Elf lässt Deschamps zuhause.

1. Alban Lafont

Alban Lafont wird bereits jetzt eine große Zukunft vorausgesagt. Der 19-jährige Torhüter kann in seinem zarten Alter bereits 103 Einsätze für die erste Mannschaft von Toulouse vorweisen und hat sich als klare Nummer Eins zwischen den Pfosten der Südfranzosen etabliert. Ganze zwölf Spiele ohne Gegentor für eine Mannschaft auf dem 18. Tabellenplatz sprechen für sich. 

2. Lucas Digne

Lucas Digne wurde bei Paris Saint-Germain ausgebildet und wurde dort zu einem linken Außenverteidiger hoher Qualität. Er wechselte im Anschluss zur AS Rom und gute Leistungen brachten ihm so im Jahr 2016 einen Wechsel zum FC Barcelona. Dort konnte er sich zwar keinen Stammplatz sichern, zeigte aber als solider Back-Up für Jordi Alba stets gute Leistungen für die 'Blaugrana'

3. Aymeric Laporte

Mit Aymeric Laporte lässt Didier Deschamps einen weiteren Verteidiger höchster Qualität zu Hause. Laporte verdiente sich aufgrund unzähliger guter Leistungen einen längst überfälligen Wechsel zu einem der ganz großen Vereine Europas, als er im Winter von Athletic Bilbao zu Manchester City wechselte. Mit gerade einmal 23 Jahren hat Laporte seit der Saison 2012/13 ganze 243 Pflichtspiele absolviert.

4. Laurent Koscielny

Ganz besonders bitter trifft es Laurent Koscielny. Der Routinier verletzte sich mit seinen 32 Jahren im Halbfinale der Europa League gegen Atlético Madrid und musste den Platz mit einem Achillessehnenriss verlassen. Das ist hart für den Spieler des FC Arsenal, der warscheinlich keine weitere Welmeisterschaft mehr spielen kann. Die Liste an potenziellem Ersatz ist groß, so wurden auch starke Spieler wie Dayot Upamecano von RB Leipzig nicht für die WM berücksichtigt.

5. Mathieu Debuchy

Mathieu Debuchy ist mittlerweile 32 Jahre alt und hat sich wohl kaum Chancen auf einen Einsatz bei der WM ausgerechnet. Er war zwar noch bei der WM 2014 und auch bei der Euro 2012 im Kader, aber hat seitdem mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen. So konnte er sich nie wirklich beim FC Arsenal durchsetzen, aber kommt nun bei Saint-Etienne wieder zu Spielminuten.

6. Adrien Rabiot

Eine der größten Überraschungen im zentralen Mittelfeld ist der Ausschluss von Adrien Rabiot. Der junge Franzose konnte eine hervorragende Saison bei Paris Saint-Gemain vorweisen und wird sicherlich enttäuscht sein. Er schaffte den Durchbruch bei den Parisern und hat mit 23 Jahren seit der Saison 2012/13 ganze 219 Pflichtspieleinsätze zu verzeichnen. Einen Spieler solcher Qualität zu Hause zu lassen, könnte sich vielleicht noch rächen.

7. Dimitri Payet

Wie gut die Franzosen in der Offensive aufgestellt sind, ist jedem Fußballfan bekannt. So ist auch ein Ausschluss von Dimitri Payet sehr hart. Er ist bekannt für seine brillianten Freistöße und seine Stärke bei Standards. Bei der Euro 2016 spielte er noch eine zentrale Rolle, dieses Mal reicht es nicht einmal für eine Kader-Nominierung!

8. Kingsley Coman

Ginge man nach rein spielerischer Qualität, sollte Kingsley Coman in jedem Kader spielen. Nicht bei der 'Équipe Tricolore'. Der schnelle und dribbelstarke Flügelspieler des FC Bayern muss leider zuhause bleiben und gibt seinen Platz an Spieler wie Ousmane Dembele oder Nabil Fekir ab. Allerdings war Coman lange verletzt. Nach seiner Verletzung am Syndesmoseband nahm der Bayern-Spieler das Training zwar wieder auf, schaffte es letztendlich aber nicht ins Aufgebot.  

9. Anthony Martial

Dies ist wohl die größte Überraschung, die Didier Deschamps verkünden konnte. Anthony Martial verdient bei Manchester United sein Geld und ist einer der besten Flügelspieler Europas. Er konnte diese Saison zwar nicht vollends überzeugen, ein Platz für einen Spieler solcher Qualität sollte aber dennoch möglich sein. Für ihn rückten Spieler wie Florian Thauvin oder Nabil Fekir ins Aufgebot Frankreichs. Letztere sind außerhalb Frankreich zwar nicht allzu bekannt, konnten allerdings hervorragende Leistungen in der Ligue 1 abrufen.

10. Alexandre Lacazette

Die zentrale Stürmerposition ist bei Frankreich immer wieder ein Thema. Deschamps setzt seit Jahren auf Olivier Giroud und der ehemalige Stürmer des FC Arsenal harmoniert auch sehr gut mit Spielern wie Antoine Griezmann. Paradoxerweise ist Lacazette abseits des Platzes einer der besten freunde Griezmanns und hat beim FC Arsenal den klaren Vorzug vor Giroud bekommen. Ein ständiges Wechselspiel führte letzten Endes zum Ausschluss Lacazettes. Schade, denn der Franzose konnte eine anfänglich schwache Saison noch gut abschließen und insgesamt 17 Treffer für Arsenal erzielen. 

11. Karim Benzema

Karim Benzema gehörte jahrelang zu den besten Mittelstürmern Europas. Seit knapp zwei Jahren baut der Franzose bei Real Madrid allerdings ab. Für die 'Équipe Tricolore' konnte Benzema aufgrund diverser Affären seit 2015 nicht mehr spielen und eine Berücksichtigung des Mittelstürmers war nie wirklich ein Thema. Wie groß die Qualität Benzemas ist, ist unumstritten und vieleicht winkt ihm mit dem Gewinn der Champions League ein weiterer großer Titel in seiner Sammlung.

Frankreich lässt viele gute Spieler zu Hause