​Am Freitagvormittag wurde der Transfer von ​Keanan Bennetts zu ​Borussia Mönchengladbach endgültig in trockene Tücher gebracht. Der Neuzugang von den Tottenham Hotspur wechselte dabei auch aufgrund von einer Empfehlung von Reece Oxford an den Niederrhein.


Der 19-Jährige kam in der vergangenen Spielzeit für die U23 der 'Spurs' insgesamt 32 Mal zum Einsatz und konnte dabei auch in der UEFA Youth League bereits internationale Erfahrungen sammeln. Nun soll er bei den 'Fohlen' die nächsten Schritte in seiner Entwicklung machen. Dabei ist er nicht der erste Spieler, der den Sprung von der Insel nach Gladbach gewagt hat.

Reece Oxford wechselte bereits im Sommer 2017 zu der Borussia und kam immerhin auf acht Einsätze. Nach Ansicht des ebenfalls 19-Jährigen kann man sich von seinem Landsmann mindestens genau soviel erwarten. "Keanan ist noch ein Jahrgang jünger als ich. Er hat einen starken linken Fuß, ist unglaublich schnell – ein sehr guter Spieler", so der Innenverteidiger gegenüber der BILD.


Zu den Qualitäten des Engländers gehören neben seiner Schnelligkeit auch seine bemerkenswerte Auffassungsgabe und sein Zug zum Tor. So war der englische U19-Nationalspieler in der vergangenen Spielzeit an 17 Treffern seiner Mannschaft direkt beteiligt. Zudem ist er sehr variabel einsetzbar und kann sowohl auf der linken Verteidigerposition, im linken Mittelfeld, aber auch zentral im Mittelfeld spielen.

Auch in der kommenden Saison ist davon auszugehen, dass Fohlen-Trainer Dieter Hecking weiterhin auf das bewährte 4-4-2-System setzen wird. Bennetts dürfte dabei zunächst als Back-up für Linksverteidiger. Oscar Wendt eingeplant sein. An Thorgan Hazard dürfte auf der linken Außenbahn nicht gerüttelt werden. Der Neuzugang, der bis 2022 unterschrieben hat, soll laut Aussagen von Sportdirektor Max Eberl jedoch zudem auch für weitere Positionen in der Offensive weitergebildet werden und könnte auf Sicht auch eine Option für die rechte Seite werden.


In seiner Prämieren-Saison wird es für den Youngster nun zunächst einmal darauf ankommen, sich in der Bundesliga zu etablieren. Auch wenn die Gladbacher sich nicht für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren konnten und daher auf das Team keine Mehrfachbelastung zukommt, dürfte das große Talent dennoch seine Einsatzzeiten bekommen. Gerade durch seine große Schnelligkeit könnte er auch gut in eine Joker-Rolle hineinpassen, wenn es darauf ankommt, die ohnehin schon schwindenden Kräfte der Gegner eiskalt auszunutzen.