​Andrés Iniesta blieb dem FC Barcelona 22 Jahre lang treu, doch am 20. Mai wird der Mittelfeldspieler im Heimspiel gegen Real Sociedad sein offiziell letztes Spiel für die Katalanen bestreiten. Dem spanischen Radiosender RAC1 gab der 34-Jährige nun nochmals ein Interview und machte sich dabei für ein anderes Eigengewächs des FC Barcelona stark: Sergio Busquets.


Der defensive Mittelfeldspieler Sergio Busquets, der in der vereinseigenen Jugendakademie La Masia ausgebildet wurde, will in der Gehaltshierarchie beim FC Barcelona etwas aufsteigen. Demnach suchen die Verantwortlichen derzeit nach einer Lösung. Könnte sich der Verein gar von Busquets trennen, sollte keine Einigung erzielt werden können? Kapitän Iniesta rät davon ab. 

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"Ein großer Fehler" - Iniesta über einen möglichen Abgang von Sergio Busquets



"Wenn er nicht bleibt, wird das ein großer Fehler sein, wenn man bedenkt, wofür er als Spieler steht. Er hat im Fußball noch viele Jahre vor sich und ich glaube, dass er fundamental wichtig ist. Ich weiß nicht persönlich, wie die Dinge laufen, aber es ist für den Verein nicht gut, Raum für Zweifel zu lassen", so Iniesta über seinen langjährigen Mannschaftskameraden. Nach dem Abgang von Iniesta wird Busquets neben Gerard Piqué und Lionel Messi der letzte verbliebene Top-Star der Guardiola-Ära sein. Busquets wurde beim FC Barcelona unter anderem sechs Mal spanischer Pokalsieger, siebenfacher Meister und gewann drei Mal die UEFA Champions League. Bis zum heutigen Tage bestritt er für den Verein in allen Wettbewerben 481 Partien.


Iniesta selbst wird in der kommenden Woche ankündigen, zu welchem Verein er wechseln wird. "Es wird Japan oder China werden", kündigte er im Radio-Interview bereits an. "Ich werde es in der nächsten Woche ankündigen, wenn alles beendet ist. Ich will derjenige sein, der enthüllt, wohin ich gehen werde", so Iniesta wörtlich. Er zeigte sich weiterhin optimistisch und offen in Bezug auf die Möglichkeit, dass Piqué eines Tages Vereinspräsident werden könne und er und Xavi Hernández den Trainerposten übernehmen. Weiterhin äußerte er sich zu Neymar, den er als einen der aktuell besten Spieler bezeichnete. Gleichzeitig solle Barça aber nicht "verrückt werden", sollte sich der Brasilianer Real Madrid anschließen.