​Werder-Sportchef Frank Baumann kündigte in dieser Woche nach den Verpflichtungen von Yuya Osako und Kevin Möhwald noch einige weitere Transfers an. Unter anderem wird noch ein Bundesliga-erfahrener Sechser und ein Rechtsverteidiger gesucht. Namen konnte Baumann allerdings noch nicht vermelden. 


Nach Information der ​Deichstube sucht der SV Werder nach dem Abgang von Zlatko Junuzovic nach Salzburg und den anhaltenden Transfer-Gerüchten rund um den Dänen Thomas Delaney noch nach einem Sechser, um Routinier Philipp Bargfrede zu entlasten. Dieser hat in der abgelaufenen Saison auf der defensiven Mittelfeldposition 30 von 38 möglichen Spielen für Bremen gemacht. 


Das Anforderungsprofil ist dabei klar: Gesucht wird ein Sechser mit Bundesligaerfahrung, der in der Werder-Mannschaft als Führungsspieler vorangehen kann und die Bremer qualitativ verbessert. 

Denn nach den starken Leistungen unter Erfolgstrainer Florian Kohfeldt will man den Abstiegskampf in der kommenden Saison von vorn herein vermeiden und sich nach oben orientieren. Dafür braucht es neben Kohfeldts offensiver Spielweise und der spielerischen Klasse des Bremer Angriffs aber auch erfahrene Führungsspieler und mehr Tiefe im Kader. 


Außerdem wird man sich nach einem Spieler für die rechte Abwehrseite umsehen, da Rechtsverteidiger Robert Bauer den Verein verlassen soll und Stammspieler Gebre Selassie mehr Konkurrenz sowie Entlastung auf seiner Position bekommen soll. 


Bisher hat Werder für die kommende Saison Offensivallrounder Yuya Osako für die festgeschriebene Ausstiegsklausel von 6 Millionen Euro von Absteiger Köln verpflichtet, und Kevin Möhwald ablösefrei vom Aufsteiger 1. FC Nürnberg geholt. 

Osako ist ein technisch versierter Stürmer, der in der Offensive flexibel einsetzbar ist und in Köln vor allem als hängende Spitze hinter einem Stoßstürmer wie Modeste funktioniert hat. In der jetzigen Abstiegssaison konnte Osako seine Qualität nicht auf den Platz bringen, hatte die Kölner allerdings 2017 mit 15 Torbeteiligungen zusammen mit Modeste in die Europa League geschossen. Bei Werder dürfte er als zweite Spitze neben Kruse oder als Außenstürmer zum Einsatz kommen. 


Der 24-jährige Kevin Möhwald kommt von Aufsteiger Nürnberg, wo er diese Saison als Stammspieler im offensiven Mittelfeld sieben Treffer erzielen konnte. Er spielt eine ähnliche Position wie der Bremer Abgang Junuzovic und könnte deshalb der perspektivische Nachfolger werden. Allerdings ist dies ein großes Erbe und es gilt abzuwarten, wie sich Möhwald in der ersten Liga behauptet. 

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Nachdem Werder im vergangenen Sommer bereits den Abgang von Sechser Florian Grillitsch durch Neuzugang Jerome Gondorf kompensieren musste, sind die Bremer in diesem Sommer also wieder auf der Suche nach einem defensiven Mittelfeldspieler. 


Das dürfte vor allem konkret werden, wenn auch noch Stammspieler Delaney den Verein verlassen sollte. Dieser hat zwar noch Vertrag bis 2021, hat aber seit jeher die Premier League als Karriereziel. Außerdem gab es zuletzt Gerüchte um ein Interesse von Borussia Dortmund und Schalke 04 am zentralen Mittelfeldspieler. 


Sollte Bremen es schaffen, das Mittelfeld wieder stark zu besetzen, könnte die nächste Saison mit einer Offensive um Kruse, Osako, Kainz und Rashica für Gefahr sorgen. Im Anbetracht der Rückkehr zur klassischen Bremer Spielweise im 4-3-3 unter Kohfeldt und der neu entdeckten Defensivstabilität in der Rückrunde könnte die kommende Saison so zu einer vielversprechenden für die Bremer werden.