​Am gestrigen Mittwoch benannte Englands Nationaltrainer Gareth Southgate den vorläufigen Kader der Three Lions für die Weltmeisterschaft in Russland. Nicht mit dabei war Adam Lallana vom FC Liverpool, der in dieser Saison vor allem mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Der 30-Jährige solle die Hoffnung jedoch nicht aufgeben und stattdessen weiterhin hart arbeiten.


Am 38. Spieltag der Premier League feierte Adam Lallana beim 4:0-Heimsieg des FC Liverpool über Brighton & Hove Albion mit seiner Einwechslung in der Schlussphase der Partie sein Comeback, ​nachdem er sich zuvor im März eine erneute Oberschenkelverletzung zuzog und einige Wochen ausfiel. Generell war es nicht die Saison des 34-fachen Nationalspielers, der in der Vorsaison noch auf 35 Einsätze für die Reds kam.


Im April vergangenen Jahres hatte Lallana erstmalig Probleme mit dem Oberschenkel, kurierte diese jedoch aus. Umso bitterer war es, dass er im August erneut mit einer erneuten Verletzung im Oberschenkel mehrere Monate ausfiel und erst im November beim 1:1-Unentschieden gegen den FC Chelsea seinen ersten Kurzeinsatz feierte.

Crystal Palace v Liverpool - Premier League

Am 31. März dieses Jahres verletzte sich Lallana erneut - und verlor dadurch womöglich                             die Chance auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft


Insgesamt brachte es Lallana lediglich auf 15 Einsätze, vier davon absolvierte er von Anfang an. Aufgrund der mangelnden Spielpraxis scheint es nur logisch, dass Nationaltrainer Gareth Southgate bei der Benennung des vorläufigen WM-Kaders der englischen Nationalmannschaft auf den vielseitigen Mittelfeldspieler des FC Liverpool verzichtete und im Gegenzug Fabian Delph und Ruben-Loftus Cheek Vorrang gewährte. 


Stattdessen ist der 30-Jährige einer der sogenannten 'Stand-By Spieler' und gilt daher als einer der potenziellen Nachzügler, falls sich einer der bereits nominierten Akteure in den kommenden Wochen verletzen sollte. Daher machte Southgate Lallana noch einmal Hoffnung auf eine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft: "Vielleicht hat er großen Einfluss im Champions League Finale und wir haben gleichzeitig ein Problem. Dann kann er ein Teil von dem sein, was wir machen wollen", sagte der 47-Jährige.


Ohnehin gebe es oftmals noch das ein oder andere Problem, weshalb Nachnominierungen keine Seltenheit seien: "Die Geschichte hat gezeigt, dass einer der Stand-By Spieler noch im Kader landen kann. Es ist sehr unüblich, dass wir ohne Verletzungen durch die Vorbereitung und die beiden Testspiele gehen werden", so Southgate laut ​Independent


Alexander-Arnold von Klopp informiert


Neben Lallana befinden sich noch Lewis Cook vom AFC Bournemouth, James Tarkowski und Tom Heaton (beide FC Burnley) sowie Jake Livermore von West Bromwich Albion auf der Liste der 'Stand-By Spieler'. Diese hätten sich "professionell" verhalten, versicherte der Nationaltrainer. "Sie haben erkannt, dass es noch immer eine Möglichkeit gibt. Wir haben in letzer Zeit viele Gespräche mit ihnen über ihre Situation geführt."

Eine der Überraschungen in Englands vorläufigem Kader ist jedoch Trent Alexander-Arnold. Der 19-jährige Rechtsverteidiger sammelte aufgrund der Verletzungen von Nathaniel Clyne und Joe Gomez in dieser Saison 33 Einsätze und wusste trotz seiner geringen Erfahrung zu überzeugen. Die Nominierung habe er allerdings nicht von Southgate, sondern von Jürgen Klopp erfahren: "Gareth Southgate rief mich an und sagte mir, dass ich es ihm sagen darf. Aber dann hatte ich erst noch Pressearbeit zu tun und keine Zeit. Also sah ich Trent das erste Mal erst im Bus zum Flieger. Ich dachte, vielleicht hat er es schon gehört. Ich hatte die Ehre, es ihm zu sagen und es war toll, seine Augen zu sehen. Es ist fantastisch und sehr verdient", so der 50-jährige Trainer der Reds laut Sport Bild.