Kehrtwende in den Personalplanungen des BVB. Der designierte neue Borussen-Trainer Lucien Favre hat offenbar sein Veto gegen die Verpflichtung von Stephan Lichtensteiner eingelegt. Der Rechtsverteidiger-Routinier kann Juventus Turin ablösefrei verlassen und soll bereits kurz vor einem Wechsel nach Dortmund gestanden haben. Favre soll derweil zeitnah einen Zweijahresvertrag beim BVB unterschreiben.


Offiziell ist es noch nicht, dass Lucien Favre neuer BVB-Trainer wird. Hinter den Kulissen nimmt der Schweizer aber wohl schon großen Einfluss auf die Transferplanungen der Borussen. Wie der ​kicker berichtet, hat der Noch-Nizza-Coach sein Veto in der Personalie Stephan Lichtensteiner eingelegt. Der Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft wird den italienischen Abonnement -Meister Juventus Turin ​nach sieben Jahren ablösefrei verlassen.

Lange Zeit galt der ​BVB als Favorit auf die Dienste des erfahrenen Rechtsverteidigers, der in Dortmund ein Routinier-Duo mit Lukasz Piszczek gebildet hätte. Doch Favre hat sich offenbar gegen eine Verpflichtung des 34-jährigen stark gemacht - das neue Kompetenzteam um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Manager Michael Zorc, Matthias Sammer und Sebastian Kehl muss einen anderen Kandidaten für die rechte Abwehrseite finden. 


Gegenüber Blick bestätigte Lichtsteiner, dass er nicht nach Dortmund wechseln wird: "Ich gehe nicht zum BVB. Wir haben uns nicht gefunden. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", erklärte Lichtsteiner. 


Bericht: Vertrag unterschreibt bis 2020


Die ​Vorstellung von Lucien Favre als Dortmund-Coach wird derweil am Sonntag oder spätestens Anfang kommender Woche erwartet. Dann ist auch in Frankreich die Liga beendet. Favre kämpft mit Nizza am letzten Spieltag bei Olympique Lyon noch um die Qualifikation für die Europa League. "Wir wissen, wen wir wollen, und wissen auch, wen wir bekommen. Und das nicht erst seit gestern“, erklärte Watzke gegenüber Sport1 am Mittwochnachmittag. 


"Wenn wir der Meinung sind, dass es die Öffentlichkeit auch wissen soll, dann werden wir das tun. Aber so weit sind wir noch nicht“, so der 57-Jährige weiter. Nach kicker-Informationen wird Favre in Dortmund einen Zweijahresvertrag bis 2020 unterschreiben.