​Am Mittwoch wurde bekannt, dass der Einspruch der Auer um die Spielwertung des Spiels zwischen dem SV Darmstadt und Erzgebirge Aue (1:0) von der DFL​ abgelehnt wurde und das Ergebnis somit steht. Doch nun macht der Klub aus dem Erzgebirge einen Kompromissvorschlag. 


Und dieser sieht vor, die zweite Bundesliga von 18 auf 19 Mannschaften aufstocken zu lassen. Heißt: Erzgebirge Aue, das am Freitag gegen den Karlsruher SC in der Relegation spielen muss, fordert, dass der Klub in der 2. Liga bleiben und der KSC trotzdem aufsteigen darf. "Wir werden aber unseren Weg weitergehen, um unser Recht zu kämpfen. Vielleicht gibt es sogar einen Deal? Aue bleibt drin, der KSC steigt auf, die Liga wird auf 19 Vereine aufgestockt. Das wäre für mich ein salomonischer Weg", erklärte Aue-Präsident Helge Leonhardt auf einer extra dafür anberaumten Pressekonferenz am Mittwoch. 

Der zweite Widerspruch wird bereits am Donnerstag um 13:30 Uhr am Sportgericht in der Frankfurter DFB-Zentrale verhandelt.


Doch warum legten die Lila-Weißen überhaupt Widerspruch ein? Beim Spiel gegen den SV Darmstadt kam es nach Meinung des Zweitligisten zu drei krassen Fehlentscheidungen, die nicht tragbar sein sollen. Dabei wurde ihnen unter anderem ein klarer Treffer verwehrt. Bei einem Sieg der Auer hätte Greuther Fürth in die Relegation gehen müssen.


Ein Abstieg wäre für den Verein aus dem Erzgebirge ein Tiefschlag. Zumal würde dieser einen millionenschweren Verlust bedeuten. Deswegen kämpfen die Auer bis in die letztmögliche Instanz. "Wir sind weiterhin der Meinung, dass ein Regelverstoß vorliegt, der nach den Regularien der DFL und des DFB geahndet werden kann", sagte Vorstandsmitglied Kay Werner.