​Kyriakos Papadopoulos zog zuletzt trotz des Abstiegs einen Verbleib beim Hamburger SV in Erwägung. Dennoch läuft im Moment alles auf einen Abgang des griechischen Verteidigers hinaus. Trainer Christian Titz lobte den Abwehrspieler in höchsten Tönen und attestierte dem Griechen eine deutliche Leistungssteigerung.


"Er ist ein ganz spezieller Typ", betonte Titz gegenüber der MoPo. "Wie er sich in den letzten Wochen eingebracht und mit seiner ureigenen Art das Team geführt hat, davor habe ich große Hochachtung." Wie das gesamte Team blühte auch Papadopoulos unter Trainer Titz förmlich auf. Doch aufgrund der verkorksten Saison vor dem Amtsantritt des neuen Trainers, war der Abstieg letztlich nicht mehr zu verhindern.

Hamburger SV v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Auch bei "Papa" (r.) herrschte nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte 

Fassungslosigkeit.



Beim HSV überlegt man nun, ob der griechische Hüne gehalten werden soll, nachdem dieser vor kurzem seine Bereitschaft zeigte, den Gang in die zweite Liga mit anzutreten. "Grundsätzlich hat er einen laufenden Vertrag. Es finden jetzt aber auch Gespräche statt", so Titz weiter. "Es ist ein Spieler, bei dem es auch andere Interessenten gibt. Es wird eine Abwägung geben. Was müssen wir machen, um letztlich unseren Etat tragfähig zu haben? Auch das bestimmt ein Stück weit das handeln bei Papa. Es wird bei uns auch sportliche Entscheidungen geben, die einen wirtschaftlichen Hintergrund haben."


Dem Vernehmen nach besitzt Papadopoulos eine Ausstiegsklausel, die es ihm ermöglicht, den Verein für 6,5 Millionen Euro zu verlassen. Geld, das der HSV bei einem Neuaufbau dringend benötigen könnte.