​Mit 14 Saisontreffern war Niclas Füllkrug Hannovers Lebensversicherung beim Bundesliga-Comeback. Die Leistungen des 25-Jährigen haben allerdings das Interesse anderer Klubs geweckt. Vor allem in der Premier League scheint Füllkrug gefragt zu sein. 96-Boss Martin Kind will von einem Abgang seines Torjägers nichts wissen und erklärt den Stürmer für unverkäuflich.


39 Punkte und am Ende Rang 13 - Hannover 96 hat eine weitgehend sorgenfreie Bundesliga-Rückkehrsaison gespielt, auch wenn den Niedersachen im Saisonspurt ein wenig die Puste auszugehen schien. Acht Niederlagen setzte es an den letzten elf Spieltagen. In Abstiegsnot geriet das Team von 96-Trainer André Breitenreiter aber nicht mehr.


Großen Anteil daran hatte Niclas Füllkrug. Dem Hannover-Torjäger gelang in der abgelaufenen Spielzeit der ​Durchbruch im deutschen Oberhaus. Füllkrug absolvierte alle 34 Partien, stand dabei 26-mal in der Startelf und erzielte starke 14 Tore. Zwei weitere gelangen ihm in zwei DFB-Pokal-Spielen. Zum Vergleich: In seinen 23 Bundesligaspielen bei Jugendklub Werder Bremen erzielte Füllkrug gerade einmal zwei Treffer.


Und auch nach seinem Wechsel im Sommer 2016 vom 1. FC Nürnberg nach Hannover wusste er mit fünf Saisontreffern in der zweiten Liga nicht unbedingt zu überzeugen. Es folgte die Leistungsexplosion in diesem Jahr. ​Füllkrugs Knipser-Qualitäten sind andernorts nicht verborgen geblieben. Vor allem in der Premier League ist der 25-jährige Mittelstürmer gefragt. Newcastle, Leicester und Watford heißen nur drei der Interessenten von der Insel. "Ja, ich bin schon der Spielertyp, der dort hin passt“, erklärte Füllkrug zuletzt gegenüber der ​Bild. Er sehe sich aber in Deutschland, "das muss ich ganz klar sagen“, so der Torjäger weiter.

Füllkrug "erst mal unverkäuflich"


Einen Verbleib in Hannover garantiert das aber trotz Vertrag bis 2020 nicht, auch wenn 96-Boss die Anhänger beruhigt: "Füllkrug hat keine Ausstiegsklausel. Daher macht es keinen Sinn, sich damit zu beschäftigen. Er ist erst mal unverkäuflich“, bekräftigte der 74-Jährige. Sein "erst mal" lässt allerdings Raum für Spekulationen. Gibt es eine Schmerzgrenze? "Gibt es nicht. Soll ich jetzt 100 Millionen sagen? Wenn man einen Füllkrug abgeben würde, z.B. für acht oder zehn Millionen Euro, dann bräuchte man ja auch Ersatz und würde vielleicht mehr ausgeben müssen als man einnimmt. Das macht keinen Sinn. Wir planen mit ihm", rechnete Kind vor.

Hannover 96 v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

96-Präsident Martin Kind will seinen Torjäger Niclas Füllkrug unbedingt halten.



Schmackhaft könnte der Unternehmer seinem Top-Torschützen einen Verbleib mit einer Gehaltserhöhung machen. Derzeit soll Füllkrug rund eine Million Euro Grundgehalt im Jahr kassieren - ein Durchschnitts-Verdienst bei den Niedersachsen. Wieso also keine Vertragsverlängerung inklusive saftiger Erhöhung der Bezüge? Die Spekulationen könnte man damit auf einen Schlag beenden. Nach Kinds Rechnung würde das durchaus Sinn ergeben.