Als Joachim Löw am Dienstagvormittag seinen vorläufigen Kader für die WM in Russland bekanntgab, wurde Jérôme Boateng als Abwehrchef freilich mitgenannt. Obwohl der Berliner derzeit an einer Adduktorenverletzung laboriert, gilt die WM als nicht gefährdet.


Die ersten Diagnosen ließen Schlimmes erahnen: Nach Jérôme Boatengs Auswechslung im Champions-League-Hinspiel gegen Real Madrid (1:2) wurde ein Muskelbündelriss in den linken Adduktoren diagnostiziert – mit einer Ausfallzeit von rund zwei Monaten wurde gerechnet. Am Freitag vergangener Woche absolvierte Boateng erstmals seit seiner Blessur eine 20-minütige Laufeinheit.


In den kommenden Tagen will Boateng sein Pensum weiter steigern. Der 29-Jährige plant, für das erste WM-Gruppenspiel gegen Mexiko (17. Juni) fit zu sein. „Gesundheitlich geht es mir besser. Ich glaube nicht, dass die WM in Gefahr ist“, wird Boateng von der Sport Bild zitiert. „Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen noch mal einen Fortschritt mache.“

Bayern Muenchen v Real Madrid - UEFA Champions League Semi Final Leg One

Fehlt verletzt: Jérôme Boateng (m.)



Trotz alledem muss sich der Verteidiger des FC Bayern in Geduld üben. Immer wieder wurde er von teils schweren Verletzung überschattet, sodass Boateng nicht ins Risiko gehen will. „Der Bundestrainer weiß, dass die WM mein Ziel ist und dass das absolut realistisch ist.“ Abseits der Querelen um seine erneute Verletzung ​sorgte der Nationalverteidiger für Wirbel.


Trotz eines noch drei Jahre gültigen Arbeitsvertrags an der Säbener Straße ließ Boateng seine Zukunft beim deutschen Rekordmeister offen. Wie die Sport Bild schreibt, ist neben einem Vereinswechsel auch das Karriereende bei den Bayern denkbar. Vorerst gilt Boatengs Fokus aber der bevorstehenden WM – im Anschluss wird es dann wohl erneut Spekulationen geben.