Wohin führt der Weg von Thomas Delaney? Werders Mittelfeldmotor träumt offen von einem Engagement in der Premier League. Aber auch die Bundesliga-Elite scheint am 26-jährigen Dänen interessiert zu sein. Neben dem BVB buhlt wohl auch Schalke 04 um Delaneys Dienste. Ein Verbleib in Bremen scheint trotz Vertrag bis 2021 fraglich.


Die Zukunft von Werders Mittelfeld-Star Thomas Delaney ist weiter offen. Der 26-Jährige hat zuletzt offen mit einem Wechsel kokettiert - und das, obwohl er in Bremen noch einen Vertrag bis 2021 besitzt. Der Däne hegt den großen Traum von der Premier League, mehrere englische Klubs sollen interessiert sein. Auch deshalb sprach er von einem "schmalen Grat", ob er sich eine Zukunft an der Weser weiter vorstellen könne.


Interesse am 26-Jährigen gibt es aber nicht nur von der Insel. Bei Borussia Dortmund wurde Delaney ebenfalls gehandelt. Nun soll nach Informationen der Sport Bild auch Revier-Rivale Schalke 04 an den Diensten des Mittelfeldspielers interessiert sein. Bei den Knappen könnte Delaney den Abgang von Leon Goretzka und Max Meyer auffangen. Schalke steht zudem vor der Verpflichtung von Mainz-Juwel Suat Serdar und will den Kader für die kommende Champions-League-Saison "punktuell Verstärken", wie Knappen-Manager Christian Heidel jüngst betonte.

Ins System von S04-Coach Domenico Tedesco würde Delaney bestens passen. Der lauf- und kampfstarke Däne zeichnet sich durch eine hohe taktische Disziplin aus, kann als Führungsspieler vorangehen und ist dabei torgefährlich. Spekuliert wird derzeit über eine Ablösesumme zwischen 15 und 20 Millionen Euro. In Dänemark heißt es sogar, ​Werder fordere 22 Millionen Euro


Kohfeldt gibt zu: Delaney-Verbleib steht noch nicht fest


"Wir wollen und müssen Thomas im Sommer nicht verkaufen“, betonte Bremens Trainer Florian Kohfeldt gegenüber der ​Deichstube. Klar ist aber: Delaney steht bei der WM in Russland im Schaufenster. Bei guten Leistungen dürften die Interessenten nicht weniger werden. Das könnte zum einen die mögliche Ablösesumme noch einmal nach oben treiben, zum anderen aber die Chancen auf einen Verbleib an der Weser weiter schmälern.

"Man darf im Fußball nie nie sagen. Ich denke, dass es bei Thomas Delaney noch nicht feststeht, ob er bleibt", gab Kohfeldt deshalb offen zu. ​Spätestens nach der Rückkehr des Dänen will er Klarheit über dessen Zukunft haben. "Dann gibt es kein links oder rechts mehr für mich. Das ist für die Mannschaft enorm wichtig, für den ganzen Trainingsprozess. Denn wenn Thomas da ist, ist er absoluter Stammspieler“, fügte Kohfeldt an. 


Ob sich dieser fromme Wunsch erfüllt - dabei ist sich Kohfeldt aber auch nicht sicher. "Ich lebe nicht auf dem Baum, ich weiß, wie lange es möglich ist, zu wechseln“, so der 35-Jährige. Je nach Abschneiden des dänischen Nationalteams könnte Delaney erst Anfang August wieder an den Osterdeich zurückkehren. Das Transferfenster in England ist dann noch bis Mitte des Monats offen, in Deutschland sogar bis Ende August. 

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Kohfeldt bleibt optimistisch. Die Chancen stünden höher "als im letzten Winter oder im letzten Sommer", glaubt er. "Thomas hat mir gesagt, dass er sich hier wohlfühlt, dass er spürt, dass sich hier etwas entwickelt.“ Kohfeldts Aussagen zeigen allerdings auch, dass Delaney schon häufiger mit einem Wechsel geliebäugelt hat. Der ehrgeizige Däne will mehr als nur Bundesliga-Abstiegskampf. Ob das bei Werder möglich ist, bleibt fraglich. In Dortmund oder Schalke würde er auf jeden Fall in anderen Tabellenregionen spielen, in der Premier League zumindest der Gehaltsscheck deutlich größter ausfallen.