Nachdem vor wenigen Tagen das Visum des Journalisten Hajo Seppelt von russischer Seite für ungültig erklärt wurde, machte der WM-Gastgeber nach erheblicher Kritik, auch von der deutschen Politik, einen Rückzieher. Seppelt darf nun doch zum Turnier nach Russland einreisen.


Wie die ARD auf ihrem Onlineportal erklärt, wurde das Einreiseverbot für Hajo Seppelt aufgehoben. Zunächst hieß es noch, seine Einreise sei ihm verweigert worden. In Russland sieht sich Seppelt aufgrund seiner Doping-Enthüllungen und -Expertise massiver Kritik ausgesetzt, von „Verunglimpfungen“ anderer Sportler war bzw. ist die Rede. Seppelt war unter anderem 2014 an den Enthüllungen zum russischen Staatsdoping beteiligt.


Wie Außenminister Heiko Maas via Twitter erklärte, habe die russische Seite mitgeteilt, dass der Journalist für die Weltmeisterschaft aber nach Russland einreisen dürfe. Damit beugte sich das Gastgeberland letztlich dem Druck, der aufgrund der Kritik vom DFB und auch der Bundesregierung, die einen Angriff auf die Pressefreiheit sieht, entstand.