Am Dienstagnachmittag hat Bundestrainer Joachim Löw seinen vorläufigen Kader für die WM in Russland verkündet und für einige Überraschungen gesorgt. Mario Götze suchte man im 27-köpfigen Aufgebot vergebens. Für den WM-Helden von 2014 war dieses Mal kein Platz im Kader. ​Löw merkte man auf der Pressekonferenz an, dass ihm diese Entscheidung alles andere als leicht gefallen ist. 


"Mein Job ist es manchmal leider auch, Träume platzen zu lassen. Das ist nie eine Entscheidung gegen einen Spieler, sondern immer im Sinne der Mannschaft", erklärte Löw. In manchen Fällen würden Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Für Götze, der vor vier Jahren in Brasilien im Finale den entscheidenden Treffer gegen Argentinien erzielte, reichte es nicht für eine WM-Nominierung. "Es war nicht seine Saison. Er hat eine wahnsinnige Qualität, aber in dieser Saison war er nicht in der Form", betonte der Bundestrainer. 

Germany v Argentina: 2014 FIFA World Cup Brazil Final

Mario Götze (r.) erzielt den entscheidenden Treffer im WM-Finale 2014



Nach seiner Stoffwechselerkrankung, wegen der Götze fast die komplette Rückrunde der Saison 2016/17 verpasst hatte, ist es dem Offensivspieler in der abgelaufenen Spielzeit nicht gelungen, zu alter Stärke zurückzufinden. Der 25-Jährige wusste nur selten zu überzeugen und wurde oftmals für seine fehlende Spritzigkeit kritisiert. In 32 Pflichtspielen war der Ex-Münchner an neun Treffern (zwei Tore/sieben Vorlagen) direkt beteiligt. 


"Ich hoffe, dass er nach der Sommerpause einen ganz anderen Beginn hat", gab Löw zu Protokoll. "Es tut mir für ihn leid, weil ich weiß, was er geleistet hat." Mit Marco Reus hat es nur ein Profi von Borussia Dortmund in das vorläufige WM-Aufgebot geschafft. Für André Schürrle und Julian Weigl war ebenfalls kein Platz im Kader.