​Bundestrainer Joachim Löw hat Bayern-Keeper Manuel Neuer trotz seiner langen Verletzungspause wie erwartet in den vorläufigen WM-Kader berufen. Der Bayern- und DFB-Mannschaftskapitän solle nun in den nächsten Tagen und Wochen auf Herz und Nieren geprüft werden, um festzustellen, ob er topfit und einsatzbereit mit zur Weltmeisterschaft nach Russland reisen kann. 


Wie Bundestrainer Joachim Löw bei der Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders am Dienstagnachmittag in Dortmund erklärte, werde man bei Manuel Neueren den nächsten Wochen ganz genau hinschauen und im Anschluss entscheiden, ob eine Berufung in den endgültigen Turnierkader Sinn macht. "Nach Südtirol müssen beide Seiten absolut ehrlich sein. Ohne Spielpraxis in ein solches Turnier zu gehen, das ist schier unmöglich. Das weiß auch Manuel Neuer. Im Moment sieht es gut aus. Die Verletzung ist vollständig verheilt, Neuer sagt, er ist voll belastbar", erklärte Löw. 



Bereits in den letzten Tagen und Wochen habe man in stetigem Kontakt zum Welttorhüter gestanden und sei stets über seinen Fitnesszustand informiert gewesen. "Wir waren mit Manuel in ständigem Austausch. Neuer steigt diese Woche voll ins Training ein. Es ist gewährleistet, dass er nächste Woche bei uns die Belastung voll toleriert. Wir wollen uns selbst ein Bild machen. Jetzt haben wir die Chance, ihn im Trainingslager zu sehen."



Am heutigen Dienstag hat Manuel Neuer in jedem Fall erstmals wieder am kompletten Mannschaftstraining des Bundesliga-Rekordmeisters teilgenommen. Auch beim Flanken- und Torschusstraining hat er sich ohne Zurückhaltung präsentiert und in die Zweikämpfe geworfen. Der 31-Jährige hatte sich Mitte September vergangenen Jahres den Mittelfuß gebrochen und stand seitdem nicht mehr auf dem Rasen. Insgesamt bestritt er in der Saison 2017/18 nur vier Pflichtspiele. Ob er beim DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag zum Einsatz kommt, ist derzeit noch unklar.