Ohne Bundesligaspieler geht Argentinien in die Vorbereitungen auf die WM in Russland. Im vorläufigen Aufgebot des zweifachen Weltmeisters fehlen sowohl die Stuttgarter Emiliano Insúa und Santiago Ascacíbar, sowie Eintracht-Abwehrchef David Abraham. 


​Argentiniens Nationaltrainer Jorge Sampaoli hat am Montag seinen vorläufigen WM-Kader bekanntgegeben. Der 58-Jährige nominierte gleich 35 Spieler, die mit dem zweifachen Weltmeister in die Vorbereitungen auf das Turnier in Russland gehen. Bis zum 4. Juni müssen allerdings noch zwölf Stars ihren WM-Traum begraben. Dann muss der FIFA das endgültige 23-köpfige Aufgebot übermittelt werden.

Bayer 04 Leverkusen v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

WM-Traum geplatzt: Frankfurts Abraham wurde nicht in Argentiniens Kader berufen.



Im vorläufigen Kader der Albiceleste sucht man einen Spieler aus der Bundesliga vergeblich. Frankfurts Abwehrchef David Abraham hatte sich nach einer starken Saison leise Hoffnungen auf seine ersten Länderspiele für das A-Nationalteam machen dürfen. Ebenso die beiden Stuttgarter Emiliano Insúa und Santiago Ascacíbar. Während Insúa beim Testspiel gegen Nigeria im November 2017 zu seinem fünften Länderspiel gekommen war, kam Youngster Ascacíbar bislang nur für die U20 und Olympiaauswahl Argentiniens zum Einsatz. Alle drei wurden von Sampaoli allerdings nicht berücksichtigt. 

VfB Stuttgart v Hamburger SV - Bundesliga

VfB-Kämpfer Santiago Ascacíbar muss weiter auf seine erste Nominierung für die Albiceleste warten.



Als "Trostpflaster" gab es für Linksverteidiger Insúa immerhin die ​Vertragsverlängerung beim VfB bis 2020 zu verkünden. „Heute möchte ich euch mit der allergrößten Freude mitteilen, dass ich meinen Vertrag mit dem Verein verlängern werde, der seit drei Jahren meine Heimat ist und der mir gezeigt hat, dass es einen Ort gibt, an dem man sich wie zu Hause fühlen kann“, schrieb der 29-Jährige in den sozialen Medien.

Die argentinischen Bundesligaspieler müssen ihr Team nun also aus der Ferne anfeuern. Das vorläufige Aufgebot der Albiceleste ist gespickt mit internationalen Topstars - allen voran mit Lionel Messi als Hoffnungsträger. Daneben tummeln sich gerade im Sturm Spieler wie Gonzalo Higuain, Sergio Aguero, Paulo Dybala und Mauro Icardi.

Die Argentinier treffen in Gruppe D auf Island, Kroatien und Nigeria. In der finalen Vorbereitungsphase testet der zweifache Weltmeister am 29. Mai in Buenos Aires gegen Haiti und am 9. Juni in Jerusalem gegen Israel.