In wenigen Stunden verkündet Bundestrainer Joachim Löw den vorläufigen WM-Kader für die anstehende Fußball-WM in Russland. Matthias Ginter wartete auf den Anruf des Nominierers – und zeigt sich angespannt.


Matthias Ginter macht sich nach der EM-Absage vor zwei Jahren Hoffnung, am heutigen Dienstag einer der glücklichen Profis zu sein, die es in das vorläufige WM-Aufgebot von ​Bundestrainer Joachim Löw schaffen. Im Vorfeld der Bekanntmachung um 12.30 Uhr klingelt Löw bei sämtlichen Anwärtern durch.


„Es ist so, dass der Bundestrainer die Spieler erst zwei, drei Stunden vor der Veröffentlichung des WM-Kaders anruft“, erklärt Ginter der Bild und fügt an, dass er Löws Nummer sogar noch gespeichert habe. In den Kader zur Weltmeisterschaft 2014 wurde Ginter überraschend nominiert, für die darauffolgende WM reichte es nicht.

Germany v Argentina: 2014 FIFA World Cup Brazil Final

Matthias Ginter feierte 2014 den Gewinn des WM-Titels



Mit einem mulmigen Gefühl geht Ginter in das anstehende Gespräch mit dem Bundestrainer. „Vor der EM vor zwei Jahren hatte ich ja leider nicht so ein gutes Telefonat. Man ist sehr angespannt und will relativ schnell wissen, was Sache ist“, erklärt Borussia Mönchengladbachs Defensivstabilisator.


Ginter darf sich durchaus Chancen ausrechnen, zumindest in das vorläufige Aufgebot zu kommen. Der 24-Jährige nahm die ihm übertragene Führungsrolle am Niederrhein an und verpasste in der abgelaufenen Saison keine Spielminute. Hinzu addieren sich starke fünf Tore sowie zwei Vorlagen, sodass das anstehende Gespräch mit Löw wohl ein positives Ende nehmen wird.