Kimmich, Naldo & Co. | Die Top-Elf der Bundesliga-Saison 17/18

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​Die Saison 2017/18 ist vorbei. Eine Saison, die vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ob als wohl endgültig letzte Saison von Trainer-Legende Jupp Heynckes, welcher diese mit dem Gewinn der Meisterschaft abschließen konnte, als die Saison in welcher der bislang unabsteigbare Bundesliga Dino endgültig den Gang in die Unterklassigkeit antreten musste, oder auch als die Saison, in der erstmals der Videobeweis zum Einsatz kam. Bester Zeitpunkt also, einen umfassenden Rückblick auf diese zu werfen. Heute mit etwas banalem, nämlich den elf Spielern, die auf ihren Positionen am meisten überragten.

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12. Tor - Jiri Pavlenka (SV Werder Bremen)

Tatsächlich hätte jeder zweite Torwart der Liga die Berechtigung, in dieser Top-11 zu stehen. Eine klare Angelegenheit ist es keinesfalls. Am Ende steht hier der tschechische Schlussmann, der maßgeblich daran mitgewirkt hat, dass die Bremer die viertbeste Defensive der Liga stellen (und das bei Platz 11 in der Schlusstabelle). Ganze 76% der Torschüsse konnte Pavlenka abwehren, was mehr sind als bei seinen größeren Konkurrenten um diesen Platz (Fährmann: 72%, Ulreich: 68%, Hrádecký: 68%). Sinnbildlich für diese Position ist übrigens, dass sowohl Pavlenka, als auch die drei anderen Kandidaten im Laufe der Saison mindestens einen Patzer der schlimmsten Sorte hatten. (Pavlenka vs Schalke, Fährmann vs Bremen & Hoffenheim, Hradecky vs Bremen, Ulreich vs Wolfsburg)

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11. Linksverteidiger - Philipp Max (FC Augsburg)

Zwölf Vorlagen als Abwehrspieler? Kann man mal machen, wenn man Philipp Max ist. Allgemein interpretiert der Augsburger die Rolle sehr offensiv und schlägt mit 130 Flanken die meisten in ganz Europa! MAXimal an der sehr souveränen Saison beteiligt, in welcher der eigentlich alljährliche Abstiegskampf zu nahezu keinem Zeitpunkt wirklich Thema war. Es ist fast schon ein Skandal, dass der Ex-Schalker nach wie vor nicht in die Nationalelf berufen wurde.

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10. Innenverteidiger - Naldo (FC Schalke 04)

​Der mittlerweile 35-jährige Dauerbrenner aus Brasilien kann es immer noch. Neben dem Rekord für die meisten Einsätze eines Spielers aus dem Land der Samba-Tänzer, knackte er diese Saison auch die eine oder andere Abwehrreihe. Mit insgesamt neun Torbeteiligungen konnte Naldo glänzen. Darunter auch das eine oder andere Last-Minute Tor, welches seinem Team wichtige Punkte einbrachte. Und das als Innenverteidiger! 

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9. Innenverteidiger - Mats Hummels (FC Bayern München)

​An dieser Stelle könnte auch Jerome Boateng stehen, denn beide haben als eingespieltes Team großen Einfluss auf die mal wieder mit Abstand beste Defensivleistung der Liga. Boateng musste allerdings leider einen guten Teil der Saison passen. Außerdem hatte Hummels mit die beste Zweikampf- und Passquote der Liga, was sehr zur Stabilität im Spielaufbau beitrug.

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8. Rechtsverteidiger - Joshua Kimmich (FC Bayern München)

​Zugegeben, eine sehr knappe Kiste zwischen ihm und Schalkes Daniel Caligiuri, welcher es auch absolut verdient hätte, in dieser Mannschaft zu stehen. Calligiuri macht zwar 0.1 Scorerpunkte mehr pro Spiel, was seiner offensiveren Spielweise im 5-2-3 (bzw 3-4-3) System geschuldet ist. In jeder anderen Kategorie hat der deutsche Nationalspieler aber die Oberhand. Ob bei Zweikämpfen (Kimmich: 59% [bei 212 Zweikämpfen], Caligiuri: 55% [411]), bei Pässen (Kimmich: 90%[bei 1792 Pässen], Caligiuri: 72% [1272]) oder bei Flanken (Kimmich: 24% [bei 133 Flanken] , Caligiuri: 16% [74]). Außerdem hatte Kimmich mit im Schnitt 83 Ballaktionen pro Spiel die meisten in der Liga. Die Aufstellung also mehr als gerechtfertigt.

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7. Defensives Mittelfeld - Javi Martinez (FC Bayern München)

​Wurde von Jupp Heynckes von der Abwehr auf seine Stammposition als Vorstopper zurückversetzt. Seitdem macht Martinez dort mit seiner Leistungsbereitschaft und enormer Zweikampfstärke den Gegnern das Leben zur Hölle. Wie zu Triple-Zeiten ein wichtiger Baustein im Spiel des Rekordmeisters. Auch Martinez hätte eine Einladung in den WM-Kader seines Heimatlandes Spanien mehr als verdient.

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6. Zentrales Mittelfeld - James Rodriguez (FC Bayern München)

​Der Kolumbianer hat die Bundesliga erobert. Anders kann man es wohl nicht sagen. Der einzige Spieler in dieser Elf, der vor der Saison von Außerhalb der Bundesliga gekommen ist. Überzeugte neben den 18 Scorerpunkten in 19 Startelf Einsätzen mit seiner wahnsinnigen Spielintelligenz und einem für einen Kreativspieler herausragenden Zweikampfverhalten. Schlüpfte beim Rekordmeister damit in die Rolle des Regisseurs auf der 8er Position, die Thiago letzte Saison einnahm und wo dieser auch schon mit der beste Spieler der Liga war.

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5. Linkes Mittelfeld - Leon Bailey (Bayer 04 Leverkusen)

​Zugegeben, der Jamaikaner ist in der Rückrunde etwas untergetaucht. Aber allein für die bombastische Hinrunde, hat er diesen Platz hier mehr als verdient. Dort war er nämlich bei so gut wie jeder Instanz der notenbeste Spieler der Liga, erzielte Traumtore am Fließband, spielte den Gegnern regelmäßig Knoten in die Beine und war der Hauptgrund dafür, dass Bayer die Hinrunde auf Platz zwei hinter den Bayern beendete. Neun Tore und sieben Vorlagen können sich für einen 20-Jährigen außerdem mehr als sehen lassen. Der Junge ist ein kommender Weltstar!

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4. Rechtes Mittelfeld (bzw. positionsungebundener Raumdeuter) - Thomas Müller (FC Bayern München)

​Führte die Bayern dieses Jahr größtenteils als Kapitän aufs Feld und untermauerte diesen Status mit 22 Scorerpunkten, von denen so gut wie alle seit der Amtsübernahme von Jupp Heynckes passierten, wo er nach mehr oder minder enttäuschenden anderthalb Jahren zu alter Form gelangte. Mit 14 Vorlagen außerdem der beste Assistent der Liga. 

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3. Sturm - Mark Uth (TSG 1899 Hoffenheim)

​Der Hoffenheimer wird von vielen oft unterschätzt. Zwar spielen Kevin Volland, Nils Petersen, Michael Gregoritsch und Co. eine überragende Saison. An Uths 14 Tore und sieben Vorlagen kommt in der Summe aber keiner ran. Zudem sind seine Scorerpunkte sehr oft spielentscheidend (z.B sein Doppelpack gegen Bayern in der Hinrunde). Uth bildete in der Rückrunde ein sehr gefährliches Trio mit Serge Gnabry und Andrej Kramaric, welches die Mannschaft von Jung-Trainer Julian Nagelsmann am Ende doch in die Champions League schoss. Schalke kann sich auf einen super Stürmer freuen.

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2. Sturm - Robert Lewandowski (FC Bayern München)

Zum dritten mal Torschützenkönig mit ​29 Bundesliga Toren und damit genau so vielen, wie seine ersten beiden Verfolger Petersen und Füllkrug zusammen. Das alleine müsste eigentlich schon reichen, um als unangefochten bester Stürmer der Liga zu gelten. Hat nur nicht zum dritten mal in Folge die 30 Tore Marke geknackt, weil ihm in der Rückrunde dank Sandro Wagner die eine oder andere Pause verschrieben werden konnte.

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1. Trainer - Jupp Heynckes (FC Bayern München)

Die Trainerlegende ließ sich nach dem Rücktritt als Triplesieger 2013​ nochmal zu einem Dreivierteljahr auf der Bayern Trainerbank überreden. Übernahm die Mannschaft niedergeschlagen und mental beschädigt auf Platz drei und mit fünf Punkten Rückstand auf Tabellenführer Dortmund. Am Ende wurde man mit 21 Punkten Vorsprung Meister. Zwar hat der Rest der Liga mit ihrer Inkonstanz da schon etwas mitgeholfen, Don Jupp aber den grandiosen Verdienst abzusprechen, die Mannschaft entscheidend weitergebracht zu haben, wäre einfach nur falsch. 

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