​Schock für die peruanische Nationalmannschaft und Paolo Guerrero! Der Stürmer, den viele deutsche Fußball-Fans noch aus seiner Zeit in der Bundesliga kennen dürften, darf nach seinem Doping-Vergehen nicht an der ersten Weltmeisterschaft seiner Nation nach 1982 teilnehmen. So entschied es das entsprechende Sportgericht und wurde unter anderem vom Sportjournalisten Rob Harris via Twitter verkündet.


Deutsche Fußball-Fans werden sich wohl noch an den Namen Paolo Guerrero erinnern: der Peruaner schlug 2002 in München auf und bestritt bis 2006 für die Amateure des FC Bayern München 70 Spiele, erzielte dabei 45 Tore. Für das Profi-Team stand er von 2004 bis 2006 unter Vertrag, kam in der Bundesliga 27-mal zum Einsatz und erzielte zehn Tore. 


Von 2006 bis 2012 stand der Stürmer schließlich beim Hamburger SV unter Vertrag. Der 86-fache Nationalspieler Perus (32 Tore) war immer schon für seine groben Fouls und Eskapaden außerhalb des Platzes berühmt und berüchtigt. Eine Eskapade kostet ihm nun die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland.

Flamengo v Fluminense - Brasileirao Series A 2017

Inzwischen bei Flamengo in Brasilien unter Vertrag: nun erwartet Paolo Guerrero eine 14-monatige Doping-Sperre.


Ursprünglich war Guerrero wegen eines Doping-Vergehens für 12 Monate gesperrt worden und hätte das WM-Turnier verpasst. Die FIFA hatte allerdings ein Einsehen mit dem inzwischen 34-Jährigen und halbierte die Strafe auf sechs Monate. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) legte daraufhin allerdings Einspruch beim internationalen Sportgerichtshof CAS ein und wurde erhört: 


Statt sechs bzw. zwölf Monaten Sperre erwartet Guerrero nun eine 14-monatige Pause! Damit wird er bis zum Januar keine Partie bestreiten dürfen. „Für die Menschen, die zu dieser beschämenden Ungerechtigkeit beigetragen haben, die die WM und vielleicht auch meine Karriere gestohlen haben, hoffe ich, dass sie in Ruhe schlafen können", zürnte der Ex-Hamburger.


Die peruanische Auswahl muss damit ohne den Goalgetter klarkommen und die Gruppenphase mit den Gegnern aus Frankreich, Australien und Dänemark überstehen.