​Marc-Oliver Kempf wird zur kommenden Saison vom SC Freiburg zum VfB Stuttgart wechseln. Auf seiner ​Facebook-Seite verabschiedet sich Kempf nun von den Freiburger Fans und bedankt sich bei ihnen sowie dem Verein für die langjährige Unterstützung.


Kempf äußert, er habe sich entschieden zum VfB Stuttgart zu wechseln und sei deshalb umso glücklicher, dass der Klassenerhalt mit den Freiburgen in dieser Saison erneut gelungen sei. Darüber hinaus brachte er seine Dankbarkeit gegenüber dem Verein zum Ausdruck: "Ich habe mich im Breisgau immer heimisch gefühlt. Hier durfte ich als frischgebackener U19-Europameister meine ersten Schritte im Profibereich machen", schreibt Kempf über seine Anfänge beim SC Freiburg. 


Darüber hinaus sei er stolz darauf, mit seinen Einsätzen zum Wiederaufstieg 2016 beigetragen zu haben, sowie dass sich der SC trotz der bescheidenen Mittel immer so gut verkauft habe und zumeist die Klasse halten konnte. Das sei eine Leistung, die "bei den Mitteln des SCF und der Arbeit von allen im Verein Jahr für Jahr Respekt verdient."


Außerdem bedankt sich der 23-jährige Innenverteidiger bei den Verantwortlichen des SC Freiburg für das stete Vertrauen und die Unterstützung. Allerdings ist es laut Kempf "für mich an der Zeit, den nächsten Schritt zu machen". Bei dieser Entscheidung hofft er auf das Verständnis der Freiburger Fans. Er werde sie und deren Unterstützung im Breisgau nie vergessen.


Die Reaktionen der Anhänger auf Kempfs Post sind überwiegend positiv. Die meisten zeigen Verständnis für die Entscheidung und einige Stuttgarter Fans heißen den Neuzugang bereits willkommen. Allerdings wird auch Unmut darüber geäußert, dass der Innenverteidiger nun mit auslaufendem Vertrag den Verein verlässt und somit ablösefrei wechselt. Das ist natürlich ärgerlich für den SC Freiburg, der Transfererlöse gut gebrauchen könnte, allerdings aus Spielersicht absolut nachvollziehbar. 


Gerüchten zufolge war auch Kempfs Ausbildungsverein Eintracht Frankfurt, wo er vor seinem Wechsel nach Freiburg für sieben Jahre spielte, an einer Verpflichtung interessiert. Zu den Breisgauern war Kempf 2014 gewechselt, nachdem er im Sommer mit der deutschen U19-Nationalmannschaft die Europameisterschaft gewinnen konnte, und dort zusammen mit Niklas Stark eine überzeugende Innenverteidigung bildete.

FBL-GER-BUNDESLIGA-LEIPZIG-FREIBURG

Vom Talent hatte Kempf in seiner Zeit beim SC Freiburg immer das Potential Stammspieler zu sein, konnte sich aber auch aufgrund vieler Verletzungen nicht vollends durchsetzen, sodass er in den drei Erstligajahren nie mehr als 13 Spiele pro Saison machte. Einzig in der Zweitligasaison der Freiburger war Kempf gesetzt und machte 30 Spiele, sodass er großen Anteil am direkten Wiederaufstieg hatte. 


Auch in diesem Jahr war Kempf in der Innenverteidigung nicht erste Wahl und kam zu weniger Einsätzen als beispielsweise Söyüncü, Neuzugang Robin Koch oder Routinier Gulde. Bei seinem neuen Verein VfB Stuttgart läuft zwar der Vertrag von Badstuber aus, allerdings wird er auch dort wohl nur Backup hinter dem starken Benjamin Pavard und Eigengewächs Timo Baumgartl sein. 


Allerdings könnten die Stuttgarter abhängig vom Ausgang des Pokalfinals zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt in der nächsten Saison eventuell in der Europa League spielen, sodass mehr Tiefe im Kader dem VfB helfen wird und so auch Kempf zu seinen Einsätzen kommen sollte.