Es war ein wahres Drama, was sich am Sonntagnachmittag am Böllenfalltor zu Darmstadt zugetragen hatte. Erst verweigerte der Unparteiische einen klaren Treffer für Aue, dann übersah er ein Handspiel im Strafraum der Darmstädter. Nun legen die Sachsen Protest gegen die 1:0-Wertung ein.


Mit 1:0 gewann der SV Darmstadt 98 das Kellerduell gegen den FC Erzgebirge Aue am Sonntagnachmittag in der zweiten Liga. So weit, so klar. Doch hinter den bloßen Fakten rumort es gewaltig. Denn bereits gestern stellten schon die Live-Reporter die Neutralität von Referee Sören Storks in Frage.


Nicht nur, dass Storks und seine Kollegen einem glasklaren Treffer von Aues Calogero Rizzuto in der vierten Minute die Anerkennung verweigerten, obwohl Lilien-Verteidiger Romain Bregerie den Ball deutlich hinter der Torlinie erst klären konnte. Denn auch in der 31. Minute wurden die Sachsen klar benachteiligt, als ein Handspiel von Felix Platte im eigenen Strafraum nicht geahndet wurde. Es hätte Strafstoß für Aue geben müssen, der Pfiff aber blieb aus.

„Es liegt zumindest der Anfangsverdacht eines Betruges vor“, so der parteilose Stadtrat Tobias Andrä gegenüber dem MDR. Laut dem kicker will Andrä sowohl vor einem ordentlichen Gericht, als auch bei der DFL Anzeige stellen.


Nun hat auch der Verein offiziell Beschwerde gegen die Wertung des Spiel eingelegt, wie er auf seiner Internetseite erklärte. FCE-Präsident Helge Leonhardt erklärte im Namen des Vorstandes: „Diese ganz klar und in aller Welt sichtbaren Fehler dürfen und können wir nicht im Raum stehen lassen und einfach so hinnehmen. Uns wurde ein reguläres Tor nicht anerkannt, zudem wurden uns zwei klare Elfmeter verwehrt. Wir haben als Verein eine enorm große Verantwortung unseren Mitgliedern, Sponsoren, unseren Fans, unserer Mannschaft und der breiten Öffentlichkeit gegenüber. Das Fairplay wurde vom Schiedsrichterteam gestern mit Füßen getreten. Das kann nicht sein! Darum haben wir uns zu diesem Widerspruch entschlossen. Zudem aber auch, weil wir deutschlandweit und darüberhinaus seit gestern eine Unzahl an Protestanrufen, Schreiben oder auch E-Mails erhalten haben. Alle durchweg mit dem Tenor, dass wir uns das nicht bieten lassen dürfen.“

Im Weiteren erklärt der Verein, dass man im „Hinblick auf die enorme wirtschaftliche Bedeutung der getroffenen Fehlentscheidungen“ sich vorbehalten will, „weitere strafrechtliche und schadensersatzrechtliche Schritte gegen das Schiedsrichterteam wegen des Verdachts der Spielmanipulation“ vorzunehmen.