​Ersatzkeeper Michael Esser bestritt für Hanover 96 in der laufenden Saison nur vier Pflichtspiele, musste dabei aber ganze zehn Mal hinter sich greifen. Trotz der vielen Gegentore in seinen wenigen Einsätzen glaubt der Ex-Darmstädter aber weiter an sich und hofft nach wie vor auf seinen Durchbruch bei den Niedersachsen. Dafür will er im Sommer alles geben. Auch für Talent Linton Maina dürfte die Vorbereitung auf die neue Saison enorm wichtig sein, um weitere Spielpraxis bei den Profis sammeln zu können. 


Nachdem Michael Esser den Zweikampf mit Philipp Tschauner um den Stammplatz zwischen den Pfosten des Bundesliga-Aufsteigers vor der Saison verloren hat, will er in diesem Sommer nun erneut angreifen, um möglicherweise doch noch zur Nummer eins unter 96-Coach André Breitenreiter zu werden. "Ich hatte schon Gespräche mit dem Trainer und dem Manager. Ich habe noch einen Vertrag und bin gut gestimmt, dass ich in Hannover spielen werde", so der Schlussmann im kicker. 


Hannover 96 v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

Glaubt weiter an seine Chance bei 96: Ersatzkeeper Michael Esser



Der 30-Jährige war im vergangenen Sommer für stolze 2,6 Millionen Euro vom SV Darmstadt 98 gekommen, kam seitdem aber nur zu vier Pflichtspielen, in denen er zehn Gegentore schlucken musste. Dennoch glaubt Esser auch in diesem Sommer erneut an einen Zweikampf zwischen ihm und Tschauner. "Ich gehe davon aus, dass es bei Null losgeht", so der bisherige Ersatzmann. 


Während der Sommer für Esser also ein sehr wichtiger sein wird, hofft auch Youngster Linton Maina auf mehr Spielzeit bei den Profis in der kommenden Saison. "Ich bin überglücklich und dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe", so der 18-Jährige nach seiner Einwechslung im Spiel gegen Bayer Leverkusen, wo er trotz einer 2:3-Niederlage mit einer Vorlage und mehreren gelungenen Aktionen überzeugen konnte. "Er hat das wirklich toll gemacht, seine Stärken gezeigt und sich positioniert", lobte auch Breitenreiter den U19-Nationalspieler, warnte aber dennoch davor, jetzt nicht abzuheben. Ohnehin müsse der gebürtige Berliner noch "robuster und härter" werden. In der Sommervorbereitung hat er nun die Chance, sich dauerhaft für einen Platz bei den Profis zu empfehlen. "Er muss sich so gut auf den Trainingsauftakt vorbereiten, dass er vom ersten Tag attackieren kann", so Coach Breitenreiter. 



Hannover 96 hat die Bundesligasaison mit 39 Punkten auf einem sehr ordentlichen 13. Tabellenplatz beendet und wird nach dem Aufstieg somit auch in der kommenden Spielzeit wieder in Deutschlands höchster Spielklasse vertreten sein.