Für Stefan Kießling ist das Kapitel Profifußball nach dem letzten Bundesliga-Spieltag und der Partie gegen Hannover 96 beendet. Der Stürmer von Bayer Leverkusen verabschiedet sich im Alter von 34 Jahren nach insgesamt 403 Erstligapartien in den wohlverdienten Ruhestand. Damit Kießling dem Verein auch in Zukunft erhalten bleibt, will Sportchef Rudi Völler ihn nun zum Jugendtrainer im Nachwuchs der "Werkself" machen. 


Wie Völler in seiner Rede auf der Saison-Abschlussfeier am Samstagabend in Düsseldorf durchblicken ließ, würde er Stefan Kießling in Zukunft sehr gerne als Jugendtrainer in Leverkusen sehen. "Die Frage ist: Was machst du jetzt? Ich habe da eine Idee. Mir gefällt, dass Bayern Miro Klose zum B-Jugend-Trainer gemacht hat. Überleg dir das nochmal, ob du den Trainerschein machst. Junge, dynamische Trainer werden immer gebraucht", so der ehemalige DFB-Teamchef. 

Bayer 04 Leverkusen v Hannover 96 - Bundesliga

Emotionaler Abschied: Michael Schade (l.) und Völler verabschieden sich von Kießling



Stefan Kießling bestritt am Samstagnachmittag beim 3:2-Erfolg über Aufsteiger Hannover 96 sein letztes Pflichtspiel als Fußballprofi. Nach insgesamt 542 Pflichtspielen und 192 Toren für den 1. FC Nürnberg sowie Bayer 04 Leverkusen endet seine Profikarriere im Sommer. In seiner letzten Saison war der gebürtige Lichtenfelser und sechsmalige DFB-Nationalspieler zu acht Einsätzen gekommen, ein Tor gelang ihm dabei nicht mehr.


Kießling hatte zuletzt keinerlei Ambitionen, den Trainerschein zu machen und künftig für den Nachwuchs eines Fußballvereins zu arbeiten. Ob Stefan Kießling dem Wunsch Völlers nachkommt und sich doch noch zu einer Trainerkarriere überreden lässt, ist noch nicht entschieden. "Ich werde einige Tage brauchen, um das alles zu verarbeiten", erklärte der 34-Jährige und schob eine Entscheidung bezüglich seiner Zukunft damit fürs Erste weiter auf.