​Der Hamburger SV muss zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Gang in die zweite Liga antreten. Am vergangenen Samstag reichte den Hanseaten ​der 2:1-Heimerfolg gegen Borussia Mönchengladbach nicht zur Relegation. Die Stadionuhr der Norddeutschen, auf der die Zugehörigkeit in der Bundesliga angezeigt wurde, hat seit dem feststehenden Abstieg eine neue Funktion.  


In den letzten Jahren steckte der HSV immer tief im Abstiegskampf, schaffte es jedoch jedes Mal, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Zweimal machten die Hanseaten den Klassenerhalt erst in der Relegation perfekt (2014, 2015) und verhinderten auf den letzten Drücker das Abschalten der Stadionuhr. In dieser Saison reichte es für Hamburg nicht zu Platz 16, da der VfL Wolfsburg sein Heimspiel gegen den 1. FC Köln mit 4:1 gewann. Nach knapp 55 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit war damit der Abstieg des 'Dinos' besiegelt. 

Die Stadionuhr wurde nun umgestellt. Seit Sonntag zeigt diese nicht mehr die Jahre, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden ​​der Zugehörigkeit in der Bundesliga, sondern den Zeitraum seit der Gründung des HSV im Jahre 1887 an. Zudem wurde der Schriftzug "In der Bundesliga seit" durch "Tradition seit" ersetzt. Die Hamburger können auf eine durchaus erfolgreiche Vereinsgeschichte zurückblicken. Neben sechs Meisterschaften und drei DFB-Pokal-Siegen gewann der HSV in der Saison 1982/83 auch den Europapokal der Landesmeister.