​Der erste Abstieg des letzen 'Bundesliga-Dinos' ist seit vergangenem Samstag traurige Gewissheit. Dennoch machten die Leistungen in den letzten Wochen durchaus Hoffnung. Auch personell sieht es danach aus, dass die Hanseaten in der zweiten Liga eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen können. ​Kapitän Gotoku Sakai verkündete bereits, dass er den Gang in die Zweitklassigkeit mitmachen wird und auch Spielmacher Aaron Hunt zeigte sich nun zumindest gesprächsbereit. Nichtsdestotrotz werden den Absteiger wohl auch ein paar Spieler verlassen.


Nach dem bitteren, verpassten Klassenerhalt stehen für den Vorstand Frank Wettstein bereits Anfang dieser Woche erste Sondierungsgespräche mit vielen Spielern an. "Wir werden uns alle noch mal sehen und den Spielern klar zu erkennen geben, was wir von ihnen in der kommenden Saison erwarten", so der 44-Jährige gegenüber der Hamburger Morgenpost. Ein Spieler, für dessen Verbleib sich auch Trainer Christian Titz ausdrücklich ausgesprochen hat, ist dabei Aaron Hunt. Der 31-Jährige blühte unter dem neuen Cheftrainer wieder richtig auf und soll bereits angedeutet haben, dass er sich durchaus vorstellen könnte, dem Traditionsverein treu zu bleiben.

Ende Juni läuft der Vertrag des Routiniers aus. Eine mögliche Vertragsverlängerung hängt neben den Gehaltsvorstellungen dem Vernehmen nach auch davon ab, ob die Hanseaten ihren eingeschlagenen Weg auch in der zweiten Liga fortsetzten wollen und erneut den Fokus auf eine offensive Ausrichtung legen. Ähnliche Bedingungen dürfte auch Lewis Holtby stellen, der zuletzt ebenso wieder an sein altes Leitungsvermögen herankommen konnte und dessen Arbeitspapier ebenfalls abläuft.


Auch Abwehrchef ​Kyrgiakos Papadopoulos wird dem Team eventuell erhalten bleiben. Außenverteidiger Douglas Santos soll sich ebenfalls an der Elbe sehr wohl fühlen. Darüberhinaus liegen dem HSV laut Informationen der Hamburger Morgenpost ohnehin noch keine Angebote für den 24-Jährigen vor. Auch die Chancen auf eine gemeinsame Zukunft mit Jann-Fiete Arp sind zuletzt wieder gestiegen. 

Der Youngster hatte zuletzt angekündigt, dass seine Gesprächsbereitschaft an einem Verbleib von Christian Titz gekoppelt sei. Da der Trainer nun auch in der nächsten Saison an der Seitenlinie stehen wird, könnte der 18-Jährige, der unter anderem auch vom FC Bayern München umworben wird, doch noch länger für die 'Rothosen' auflaufen. Entscheidet er sich doch für einen Abschied, winkt zumindest eine satte Ablösesumme.


Bei Sturmkollege Luca Waldschmidt stehen die Zeichen hingegen auf Abschied. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts soll der 21-Jährige kurz vor einem Wechsel zum SC Freiburg stehen. Dabei würden die Breisgauer von der Ausstiegsklausel im Vertrag des Angreifers Gebrauch machen und müssten sechs Millionen Euro an die Hanseaten überweisen. Neben Waldschmidt werden den HSV auch unter anderem Dennis Diekmeier, Andre Hahn und Christian Mathenia mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verlassen.