​Wie Borussia Dortmund erlebte auch Roman Bürki eine Saison zum Vergessen. Der Schweizer war oft Gegenstand der Kritik, obwohl er sein Team oftmals vor Schlimmerem bewahrte. Eine Bewertung der Saison von Bürki fällt denkbar schwer, zeigte er sich doch ebenso wie sein Verein konstant inkonstant.


"Mal bist du der Held, mal der Idiot", erklärte Bürki nach dem 1:0-Sieg in Gladbach und hätte dabei kein passenderes Fazit für seine Saison ziehen können. Bei jenem Spiel im Borussia-Park zeigte der Schlussmann eine Gala-Vorstellung. Einzig dem schweizerischen Goalie war es zu verdanken, dass der BVB als Sieger vom Platz ging. 



Es war nicht das einzige Spiel, in dem der Torhüter glänzte. Ganze zwölfmal blieb der Schlussmann in dieser Saison ohne Gegentreffer. Lediglich Ralf Fährmann kann mehr "weiße Westen" vorweisen (13). Zu Beginn der Saison stellte der BVB einen vereinseigenen Rekord auf und kassierte erst am 6. Spieltag den ersten Gegentreffer. Dass der Revierklub in der Folge zur Schießbude der Liga mutieren und Bürki als Hauptfaktor auserkoren werden sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch unvorstellbar.



Doch es spiegelt diese Achterbahn-Saison der Schwarz-Gelben perfekt wider. Heute hui, morgen pfui - so die Devise der Borussia und vor allem Roman Bürkis. Denn so viele "weiße Westen" er auch vorweisen kann, so viele Patzer leistete er sich auch. Zuletzt beim Entscheidungs-Spiel in Hoffenheim, als er unbedrängt arge Probleme bei der Ballannahme hatte und das Spielinstrument perfekt in den Lauf des gegnerischen Stürmers Andrej Kramaric spielte, der die BVB-Niederlage schließlich einleitete. Ein Fehler, der so nie passieren darf.



Bei all den teils Weltklasse-Leistungen scheinen in der Nachbetrachtung jedoch die Patzer zu überwiegen, sodass man dem Schweizer am Schluss lediglich eine mäßige Saison attestieren kann. Mit Marwin Hitz kommt im Sommer ein neuer Torwart zum BVB, der zwar offiziell als Nummer zwei geholt wurde, der der Nummer eins aber ordentlich Druck machen kann. Wie der gesamte Verein muss Bürki unbedingt Konstanz in sein Spiel bekommen. Ansonsten droht der Borussia eine weitere turbulente Saison.