Weit abgeschlagen musste der 1. FC Köln als Tabellenletzter den Abstieg in die 2. Bundesliga in Kauf nehmen. Viele Stars haben bereits zugesagt, den entstandenen Schaden reparieren zu wollen. Indes klärt Manager Alexander Wehrle über die finanzielle Lage in der Domstadt auf.


Spieler wie Timo Horn und Nationalspieler Jonas Hector sicherten trotz Abstieg ihren Verbleib zu – und verlängerten ihre Verträge vorzeitig. „Was die Finanzen angeht, können wir zum Ende dieser Spielzeit ein deutlich positives Eigenkapital ausweisen“, erklärt Alexander Wehrle, Finanzchef des 1. FC Köln, im Interview mit dem kicker.


Trotz der finanziell offenbar gesicherten Lage, „werden wir sicher auch noch den einen oder anderen Verkauf tätigen“, erläutert Wehrle. „Von daher sind wir stabil aufgestellt, auch was die Verlängerungen angeht. Ich kann da sehr ruhig schlafen.“ Das Weite suchen werden wohl noch Jorge Meré sowie Dominique Heintz, den zahlreiche Klubs notiert haben. Auch Frederik Sörensen könnte dem Effzeh den Rücken kehren.

1. FC Koeln v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Jonas Hector bleibt dem Effzeh erhalten



Der Abgang von Leonardo Bittencourt ist hingegen so gut wie durch. ​Dem Vernehmen nach schließt er sich in Kürze der TSG Hoffenheim an. Die Geißböcke seien der reichste Zweitligist aller Zeiten, war unlängst dem Boulevard zu vernehmen. Wehrle nimmt Stellung: „Wir verfügen über ausreichende Liquidität. Aber ich gehe morgens nicht in den Geldspeicher, um Platz für neue Scheine freizuschaufeln.“


Trotz der finanziell gesunden Lage wird der Abstieg für die Kölner ein millionenschweres Verlustgeschäft. Laut Wehrle fehlen in einem Zweitligajahr rund 50 Millionen Euro an Umsatz. „Wir büßen mittelfristig zusätzlich Plätze im TV-Ranking ein.“ Aufgrund von stabilen Einnahmen im Bereich Zuschauer, Sponsoren und Merchandising sowie der neuen Regelung im TV-Vertrag sei es jedoch so, „dass wir bei direktem Wiederaufstieg über ein ordentliches Umsatzvolumen verfügen würden“.