Hannovers Niclas Füllkrug hat mit seinem 14. Saisontor in Leverkusen den 96er "Jahrtausend-Rekord" eingestellt und ist so mit Bobic und Ya Konan gleichgezogen. Damit steht Füllkrug in dieser Bundesligasaison in der Torschützenliste auf einem geteilten dritten Platz. Auch Nachwuchstalent Linton Maina konnte nach seiner Einwechslung überzeugen.


Da Leverkusen vor dem letzten Spieltag noch auf die Champions League hoffte, sehr offensiv in das Spiel startete und früh traf, war Hannover glücklich nach einer Stunde nicht schon höher zurückzuliegen. In der Schlussphase gingen der Bayer-Elf auch in dem Wissen über die parallele Hoffenheimer Führung allerdings die Kräfte aus, sodass Hannover 96 noch zwei Tore zum 3:2 Endstand erzielen konnte.


Dabei traf Niclas Füllkrug nach Vorlage von Sturmpartner Harnik mit seinem 14. Saisontor zum zwischenzeitlichen 1:3 aus Hannoveraner Sicht. 14 Tore in einer Saison gelangen zuvor nur zwei weiteren 96-Spielern: Fredi Bobic in der Saison 2002/03 und Didier Ya Konan 2010/11. Nun kann sich auch Füllkrug in diese Liste einreihen und Halter des 96er Jahrtausend-Rekords nennen. 

Für den in Hannover geborenen Füllkrug stellt dies eine besondere Auszeichnung dar. Nach dem Spiel sagte er gegenüber ​96TV: "Hannover ist meine Heimatstadt. Der Rekord hat eine ganz große Bedeutung." Zu seinem Tor in der 91. Minute des letzten Saisonspiels und die Vorlage durch Sturmpartner Harnik meinte Füllkrug: "Das haben wir im Training 1000 mal trainiert." Auch Kollege Harnik freute sich für Füllkrugs Rekord und äußerte, er habe sich diesen durch eine großartige Saison verdient.


Durch die 14 Saisontore steht Füllkrug zusammen mit Leverkusens Kevin Volland und Hoffenheims Mark Uth auf einem geteilten dritten Platz in der Torjägerwertung, hinter Freiburgs Petersen und Lewandowski von Bayern München. 

Linton Maina für die U19 Deutschlands

Linton Maina für die deutsche U19-Nationalmannschaft


Starkes Spiel von 96-Talent Maina


Neben Füllkrug machte auch das 96er U19-Talent Linton Maina nach seiner Einwechslung in der 63. Minute ein starkes Spiel und bereitete das 2:3 von Harnik vor. In seinem zweiten Bundesligaeinsatz konnte Maina durch seine schnellen Dribblings auf sich aufmerksam machen und die Räume in der offen stehenden Leverkusener Verteidigung nutzen. 


Maina berichtete nach dem Spiel, er habe sich über seinen zweiten Bundesligaeinsatz gefreut und durch gute erste Aktionen Selbstvertrauen gewonnen. Zu seiner Torvorbereitung erklärte Maina: "Ich habe mich gut gefühlt, hatte viel Platz und konnte deswegen meine Stärken ausspielen."

Der 18-jährige offensive Mittelfeldspieler gilt als eines der größten Talente der 96er und erzielte in dieser Saison in der A-Junioren Bundesliga sechs Treffer für die U19 der Hannoveraner. Maina, der bereits acht Spiele für die U19-Nationalmannschaft Deutschlands absolvierte, unterschrieb deshalb im Februar diesen Jahres einen Profivertrag bis 2022 bei den Niedersachsen und trainierte seit Beginn des Jahres mit der Profimannschaft. In der kommenden Saison soll Maina eine noch größere Rolle zukommen. 


Insgesamt stellten die zwei Tore in der Nachspielzeit trotz eines eher schwachen Spiels in Leverkusen einen guten Abschluss der Saison von Hannover 96 dar, in der man vor allem in der Hinrunde stark spielte und so nie in wirkliche Abstiegsgefahr geriet. Das hatten den 96ern vor der Saison nur die wenigsten zugetraut.