Mainz 05 droht im Sommer ein Umbruch. Während der Abgang von Suat Serdar bereits bestätigt wurde, ist auch die Zukunft von Pablo de Blasis, Nigel de Jong und Jean-Philippe Gbamin ungeklärt. Über den frühen Abgang von Talent Serdar zeigte sich Mainz enttäuscht.


Beim FSV Mainz 05 steht Durchatmen auf dem Programm. Die Rheinhessen feierten nach einer schwierigen Saison den späten Klassenerhalt am 33. Spieltag, ernteten jedoch viel Lob dafür, dass sie an Trainer Sandro Schwarz festgehalten haben. Allzu lange können die Verantwortlichen jedoch nicht durchschnaufen, denn: Den 05ern steht ein personeller Umbruch bevor.


Am Samstag verkündete Mainz den Abgang von Suat Serdar. Der deutsche U21-Nationalspieler verlässt den Verein per Ausstiegsklausel, vermutlich zum FC Schalke 04. "Aus meiner Sicht hätte ihm ein weiteres Jahr Mainz 05 sehr, sehr gut getan", erklärte der Vereinsvorsitzende Stefan Hofmann der Allgemeinen Zeitung. Steine in den Weg will und wollte man Serdar in Mainz aber nicht legen: "Jeder Spieler hat jedoch seine eigene Karriereplanung", schob Hofmann nach.


Mainz hat um Serdar "gekämpft"


Viel eher ist man in Mainz einfach enttäuscht, dass man mit Suat Serdar ein eigens ausgebildetes Talent verliert. "Ich habe um Suat gekämpft und hätte gerne weiter mit ihm zusammengearbeitet", sagte Trainer Sandro Schwarz. "Er ist ein weiterer Junge, der den Sprung aus unserem Nachwuchsleistungszentrum geschafft hat." Das allerdings sei eben der Mainzer Weg: "Wir holen junge Spieler, machen sie besser und verkaufen sie irgendwann", analysierte Hofmann.

1. FSV Mainz 05 v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Wechselt vermutlich nach Schalke: Suat Serdar verlässt den FSV Mainz 05



Neben Suat Serdar könnten auch Pablo de Blasis, Nigel de Jong und Jean-Philippe Gbamin den Verein verlassen. Der Argentinier de Blasis äußerte bereits seinen Wechselwunsch. "Die eine Sache ist der Wunsch, den ich habe", sagte er. Aber: "Ich habe noch ein Jahr einen Vertrag." Über seine Zukunft wollte der Angreifer bewusst erst nach der Saison entscheiden: "Im Moment habe ich noch keine anderen Angebote. Ich habe meinem Agenten gesagt, dass er sich zurückhalten soll, bis die Saison zu Ende ist. Und wenn eins kommt, denken wir darüber nach. Es ist mein großer Traum, bevor ich nach Argentinien zurückkehre, nochmal einen Schritt zu machen und woanders in Europa zu spielen."


De Jong will bleiben


Nigel de Jong wechselte im Winter als erfahrener "Feuerwehrmann" zu den Rheinhessen und verhalf dem FSV mit guten Leistungen - auf und abseits des Platzes - zum Klassenerhalt. Sein Vertrag läuft beim Bundesligisten aus, der Niederländer würde jedoch gerne bleiben: "Ich hoffe, dass ich auch dabei bin", kündigte er an. Seine Zukunft soll ebenfalls in Ruhe besprochen und geklärt werden: "Nigel hat es auf und neben dem Feld richtig, richtig gut gemacht - das haben wir immer wieder betont. Alles andere werden wir sehen", erklärte Sportdirektor Rouven Schröder.


Der Dritte im Bunde, der Mainz verlassen könnte, ist Jean-Philipp Gbamin - eines der Aushängeschilder der 05er. Der Ivorer lässt sich seine Zukunft offen. „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Wir werden nach der Saison Gespräche führen. Und dann sehen wir, was passiert." Der 22-Jährige steht seit zwei Jahren in Mainz unter Vertrag und avancierte in dieser Saison zum absoluten Leistungsträger.