​Aufgrund von erfolglosen Ablöse-Verhandlungen mit Hannover 96 musste der VfL Wolfsburg nach einer anderen Lösung für den vakanten Sportdirektor-Posten suchen. Horst Heldt wird es nicht in die Autostadt ziehen. Die Alternative kann sich aber ebenfalls sehen lassen.

​​Laut dem kicker wird Jörg Schmadtke, der ehemalige Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln, ab der neuen Saison beim VfL Wolfsburg in derselben Position anheuern. Der Deal, der schon in den nächsten Tagen offiziell verkündet werden soll, steht demnach kurz vor dem Abschluss. 


Damit nimmt der 54-jährige Kaderplaner vorerst eine Tätigkeit in der 2. Bundesliga in Kauf, da die 'Wölfe' gegen Holstein Kiel in der Relegation antreten müssen und sich nur so den Klassenerhalt sichern können. Schon im vergangenen Jahr verschaffte man sich auf diesem Wege gegen Eintracht Braunschweig eine weitere Saison in der höchsten Spielklasse Deutschlands. 


Mit Schmadtke möchte Wolfsburg zumindest wieder eine Basis für eine langfristige Etablierung in der 1. Bundesliga schaffen, damit man nicht erneut um den Abstieg bangen muss. Trotz großer Kaderinvestitionen scheint sich die Situation im letzten Jahr nicht geändert zu haben.


In Köln arbeitete Schmadtke gemeinsam mit Peter Stöger an einem insgesamt sehr erfolgreichen Projekt, das schließlich mit dem diesjährigen Abstieg endete. In der Zwischenzeit konnte man sich vom Absteiger zum Europa-League-Klub hocharbeiten. Schmadtke leistete sich aber ein unglückliches Sommer-Transferfenster, bei dem man unter anderem Jhon Cordoba für 17 Millionen Euro verpflichtete und dafür keinen einzigen Liga-Treffer bekam. Einige Monate nach Saisonbeginn entschloss sich der gebürtige Düsseldorfer schließlich dazu, unter anderem wegen seines angespannten Verhältnis zur Vereinsführung von seinem Posten zurückzutreten.