​In den letzten Jahren ist der Hamburger SV stets mit einem blauen Auge davon gekommen. Gestern aber erwischte es den Liga-Dino dann doch. Erstmals in der Liga-Historie muss der HSV den Gang in die zweite Liga antreten. Die Fans der Norddeutschen gaben - bis auf ein paar Ausnahmen - ein positives Stimmungsbild ab, das möglicherweise dafür sorgen könnte, dass einige Spieler dem HSV treu bleiben.


"Das Ganze ist noch alles sehr frisch, aber im Moment gibt es keinen Grund, mir Gedanken über einen Abschied zu machen. Wenn man die Fans heute sieht, ist das ein gigantisch großer Klub", erklärte zum Beispiel Verteidiger Rick Van Drongelen gegenüber der niederländischen Zeitung AD (via Ligainsider) kurz nach der Partie. Der 19-jährige Verteidiger wird unter anderem von Eintracht Frankfurt und Ajax Amsterdam ​umworben

Die Anhänger des HSV empfingen den Mannschaftsbus vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mit Sprechchören, was laut Aussage von Trainer Christian Titz an den Sky-Mikros bei einigen Spielern für Gänsehaut sorgte. Auch während der Partie konnte sich das Team auf die bedingungslose Unterstützung der Ränge verlassen. Dass es am Ende aber doch nicht reichte, ist den schwachen Wochen und Monaten vor dem Amtsantritt von Trainer Titz zuzuschreiben.


"Der Trainer ist zu spät zu uns gekommen", meint auch Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos und betonte gegenüber der MoPo: "Ich schließe nicht aus, auch in der Zweiten Liga zu bleiben." Am Ende stellt sich trotz der zahlreichen Treuebekenntnisse lediglich die Frage, ob sich der Verein die Spieler überhaupt noch leisten kann. Die nächsten Wochen an der Alster werden sicherlich äußerst spannend.