​Nach der 1:3-Pleite gegen Hoffenheim zieht Borussia Dortmund nur aufgrund der minimal besseren Tordifferenz gegenüber Bayer Leverkusen in die Champions League ein. Julian Weigl sprach nach der Partie über den Saisonabschluss und zog ein persönliches Fazit.


Freuen konnte sich Julian Weigl nach der eher peinlichen Qualifikation zur Champions League nicht wirklich: "Wir sind ein Stück weit erleichtert, dass es trotzdem noch gereicht hat", so Weigl gegenüber BVBtotal. "Nichtsdestotrotz haben wir in der Kabine nicht gefeiert, wie es auf der anderen Seite der Fall war." Gegner Hoffenheim zog durch den Sieg noch am BVB vorbei und erreichte erstmals in der Vereinshistorie die Königsklasse. "Dieses Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Uns wurde auch heute wieder aufgezeigt, dass wir nicht den Fußball spielen, den wir eigentlich spielen wollen. Die ganze Saison war einfach schwierig. Wir können jetzt froh sein, die Champions League erreicht zu haben. Mit Sicherheit sind wir aber nicht glücklich."



Das erste Jahr nach Thomas Tuchel war auch für Weigl persönlich kein Einfaches. In seinen ersten beiden Profijahren wurde er stets als Kopf der Mannschaft gefeiert. In dieser Saison aber war er erstmals Gegenstand der Kritik: "Die Saison hatte viele Tiefen und wenige Höhen. Das muss man jetzt erstmal verarbeiten und sich darauf besinnen, mit neuem Elan und neuer Kraft in die kommende Saison zu gehen", resümierte der 22-Jährige. "Es gibt genügend Dinge, die ich verbessern kann. Ich denke aber, es steht mir trotzdem zu, auch mal ein schwierigeres Jahr zu haben – gerade nach meinen ersten beiden BVB-Jahren. Natürlich will ich nächstes Jahr ein anderes Gesicht zeigen. Ich glaube, das gilt für die ganze Mannschaft."


Dabei helfen soll nun ein frischer Wind auf der Trainerbank. Peter Stöger gab nach der Partie bekannt, dass er den BVB im Sommer verlässt. Die Mannschaft informierte er kurz nach dem Schlusspfiff: "Der Trainer hat es uns direkt nach dem Spiel mitgeteilt, weil er nicht wollte, dass wir es aus der Pressekonferenz erfahren. Er hat uns allen alles Gute gewünscht und ein bisschen über die Zusammenarbeit gesprochen. Wir haben ihm genauso nur das Beste gewünscht. Es war ein sehr würdiger Abgang."


Offiziell wurde noch kein Nachfolger auserkoren. Schenkt man den jüngeren Medienberichten Glauben, so ist Lucien Favre heißester Kandidat auf das ​Traineramt in Dortmund.