Am Ende stand gegen 1899 Hoffenheim eine ​1:3-Niederlage, doch die Fans von Borussia Dortmund feierten nach der Partie in der Rhein-Neckar-Arena nur einen Spieler: Roman Weidenfeller.


Vor einer Woche durfte Roman Weidenfeller das letzte Heimspiel seiner Karriere nicht mit einem Einsatz krönen, nachdem seine Mannschaftskollegen aufgrund einer schwachen Leistung die Partie gegen Mainz 05 mit 1:2 verloren. Am heutigen Nachmittag lag Borussia Dortmund erneut in Rückstand, doch dieses Mal gewährte Peter Stöger, ​der nach der Partie sein Ende als Cheftrainer des BVB verkündete, dem 37-Jährigen einen letzten Einsatz auf dem Platz. In der 94. Minute wurde Weidenfeller für Roman Bürki eingewechselt und beendet seine Profikarriere damit mehr als 17 Jahre nach seinem Debüt für den 1. FC Kaiserslautern.

Nach dem Schlusspfiff wandte sich Weidenfeller den mitgereisten Gästefans zu, die den langjährigen Stammtorhüter ihrer Mannschaft frenetisch feierten. Während die Fans der TSG Hoffenheim auf den Rasen stürmten, um den erstmaligen Einzug in die Champions League zu feiern, betraten auch einige Dortmunder den Rasen, um ein letztes Mal gemeinsam mit Weidenfeller zu feiern. 

In der vergangenen Woche hätte Weidenfeller eigentlich schon mit einem letzten Einsatz vor der Südtribüne des Signal Iduna Park verabschiedet werden sollen, doch Peter Stöger entschied sich beim Stande von 1:2 für einen offensiven Wechsel, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Dafür hatte er "Verständnis", wie er nach der Partie offenbarte: "Klar hätte ich mich gefreut, noch einmal einen Einsatz vor der Südtribüne zu haben. Es war ja auch alles vorbereitet, selbst von der Seitenwahl hat alles gepasst. Aber ich habe vollstes Verständnis für Peter Stöger, dass er noch einmal Offensive eingewechselt hat", wurde Weidenfeller auf bundesliga.de zitiert.


Für ihn gebe es "nichts Schöneres, als den Fußballberuf auszuüben", weshalb er die vielen "tollen Momente", die er erlebt habe "mein Leben nicht vergessen werde." Auf diese wird er in Zukunft jedoch verzichten müssen. Weidenfeller, der im Sommer 2002 ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern zu Borussia Dortmund wechselte, absolvierte in den vergangenen 16 Jahren über 450 Pflichtspiele für den BVB und feierte neben zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiegen auch den Gewinn der Weltmeisterschaft 2014. In dieser Saison stand Weidenfeller zwei Mal in der Bundesliga auf dem Platz, unter anderem beim hoch emotionalen 4:4-Unentschieden im Revierderby gegen den FC Schalke 04.