Nach 403 Bundesligaspielen ist Schluss: Stefan Kießling beendete am heutigen Nachmittag beim ​3:2-Sieg von Bayer Leverkusen über Hannover 96 nach 15 Jahren seine Karriere als Profifußballer. Vor der Partie wurde der 34 Jahre alte Angreifer nicht nur von Sportdirektor Rudi Völler, sondern auch von den Fans gebührend verabschiedet.


​Einen letzten Einsatz konnte Trainer Heiko Herrlich nicht versprechen, doch in der 82. Minute war es soweit: Stefan Kießling wurde beim Stande von 3:0 für Bayer Leverkusen eingewechselt und durfte nach seiner Verabschiedung vor Spielbeginn ein letztes Mal für die Werkself auf dem Platz stehen. Nach der Partie drehte er noch einmal eine Ehrenrunde durch die BayArena, ehe seine Mitspieler ein Spalier für ihn bildeten und Kießling schlussendlich am Zaun der Nordkurve noch ein paar bewegende Worte verlor.

"Ich weiß gar nicht so richtig, was ich sagen soll. Mir fehlen einfach die Worte", so der 34-Jährige sichtlich gerührt. Er bedankte sich bei allen für das, "was ihr in den letzten Wochen und Monaten für diesen Tag geleistet habt. Das ist meine Heimat", so Kießling, der seit 2006 für Bayer Leverkusen auflief. Es sei "eine unvergessliche Zeit" gewesen. "Ich bin unheimlich stolz, in diesem Verein spielen zu dürfen. Es war meine Riesen-Ehre. Und wie sagt man so schön - niemals geht man so ganz", führte Kießling fort.


Fans verabschieden sich mit riesiger Choreografie


Bereits vor der Partie wurde er von Sportdirektor Rudi Völler offiziell verabschiedet, zudem überraschten die Fans mit einer Choreographie, die sich über weite Teile des Stadions zog. Darauf zu sehen war ein Abbild von Kießling, zudem war auf der Nord- und Westtribüne der Schriftzug "Danke Stefan" zu sehen. Im Eck wurde ein Herz mit der Aufschrift "Für immer 11" in Anlehnung an Kießlings Trikotnummer präsentiert. Auf einem Banner, das sich über die gesamte Choreografie zog, bedankten sich die Fans unter anderem für die "bedingungslose Treue und Loyalität", denn "Typen" wie Kießling seien "im Profifußball schwer zu finden." 


Man werde "nie vergessen", was er in der Vergangenheit "für uns und das Kreuz auf der Brust gegeben hast. Du bist eine Legende - für immer", so das Ende des Spruchbanners. 2006 wechselte Kießling für 6,5 Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg nach Leverkusen und absolvierte insgesamt über 440 Pflichtspiele für die Werkself. In dieser Zeit erzielte er 162 Tore, bereitete 74 weitere vor, gehörte in der Vergangenheit allerdings nicht mehr zum Stammpersonal. In dieser Saison absolvierte Kießling immerhin acht Partien, ein Tor gelang ihm dabei jedoch nicht.