​Die Meisterschaft des FC Bayern München war schon vor Wochen unter Dach und Fach gebracht. Zwar feierten die Münchner auch in diesem Jahr mit der ein oder anderen Weißbierdusche, nach der ​1:4-Heimklatsche gegen den VfB Stuttgart war die Stimmung jedoch nicht so ausgelassen wie gewohnt.


In der zweiten Halbzeit gegen die Schwaben waren sogar vereinzelte Pfiffe aus dem weiten Rund der Allianz Arena vernehmbar. Zu pomadig agierten die Bayern-Spieler und ließen die Gäste allzu oft ziemlich unbedrängt gewähren. Auch Jupp Heynckes hätte sich mit Sicherheit einen schöneren Abschied aus der Bundesliga gewünscht. 

Freuen konnten sich die Münchner, nachdem sie ihren Groll über ihre Schwache Leistung erst einmal überwanden hatten, dennoch. Zunächst wurde ​Robert Lewandowki mit der Torjägerkanone ausgezeichnet. Zwar war auch er gegen die Schwaben kaum zu sehen, 29 Saisontore sind dennoch eine starke Leistung.

Nachdem sich die Spieler ihre Siegermedaillen abgeholt hatten, holte sich auch der Trainer unter tosendem Beifall seinen verdienten Lohn ab. Die Meisterschale landete zunächst in den Händen von Manuel Neuer, der die 'Salatschüssel' aber sogleich an seinen Teamkollegen Thomas Müller weiterreichte, der die Trophäe unter Konfettiregen in die Höhe steckte.


Es folgten einige obligatorische Bierduschen. Heynckes blieb davon jedoch verschont, da er unmittelbar nach der Zeremonie in die Katakomben der Arena verschwand. Auch sonst lief die Meisterfeier, mit Sicherheit auch wegen dem schwachen Auftritt am heutigen Nachmittag, eher mit angezogener Handbremse ab.

​Die Stimmung wurde zudem dadurch getrübt, dass Mats Hummels die Feierlichkeiten nur mit dick einbandagiertem linken Fuß beiwohnen konnte. Wie schwer die Verletzung des Innenverteidigers ist und ob ein Einsatz beim DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt gefährdet ist, darüber gibt es bislang keine weitere Informationen.