​Per Mertesacker veröffentlichte am 11. Mai 2018 sein Buch "Weltmeister ohne Talent". In einem Ausschnitt aus dem Werk des ehemaligen deutschen Nationalspielers spricht er über das Aufnahmeritual beim SV Werder Bremen und wie "feuchtfröhlich" das Ganze ablief.


Per Mertesacker wird seine Spielerkarriere am Ende der laufenden Saison beenden und kann dabei auf eine tolle Laufbahn zurückblicken. Der gebürtige Hannoveraner durchlief dabei im Gegensatz zu vielen anderen Spielern nur drei Stationen, doch blieb diesen Vereinen über lange Zeit treu. So spielte er elf Jahre bei Hannover, fünf Jahre bem SV Werder Bremen und weitere sieben Jahre beim FC Arsenal.


Mertesacker ist für seine durchaus faire Spielweise bekannt, kann dabei ein feines Gespür für den Raum vorweisen und ein exzellentes taktisches Verständnis sein Eigen nennen. Zu seinen Erfolgen zählen dabei drei englische Pokalsiege, zwei englische Superpokalsiege, ein DFB-Pokaltitel und vor allem ein Weltmeistertitel.

In seinem kürzlich erschienenen Buch​​ "Weltmeister ohne Talent" spricht er von seiner Karriere und besonders ein Ausschnitt davon zeigt, wie lustig seine Zeit bei Werder Bremen und vor allem das Aufnhameritual neuer Spieler gewesen sein muss. Jeder Neuankömmling musste dabei einen Drink mit jedem Spieler nehmen, der bereits mehr als ein Jahr bei Werder Bremen war, laut Mertesacker machte das "unter dem Strich fünfundzwanzig Drinks, von Cocktails über Bier bis zu Wodka."

SV Werder Bremen v 1. FC Kaiserslautern  - Bundesliga

Per Mertesacker im Trikot des SV Werder Bremen



Mertesacker weiter: "Ich hatte zwei riesige Flaschen stilles Wasser neben mir stehen und kippte parallel zu jedem Drink einen halben Liter nach, um mich vor den Folgen des Hochprozentigen zu schützen. [...] Es wurde, wie man so schön sagt, feuchtfröhlich, jeder musste ein Lied zum Besten geben."


Auch sein damaliger und heutiger Teamkollege Mesut Özil konnte sich nicht davor drücken. "Es war einer der schlimmsten Abende seines Lebens. Er hat ihn nie vergessen", führt Mertesacker an. Die beiden verstehen sich bestens und sprechen oft über jenen Abend und ihre gemeinsame Zeit beim SV Werder Bremen.