​Hannover 96 steht vor dem 34. Spieltag auf dem 13. Tabellenplatz, könnte bei dem Zustandekommen entsprechender Ergebnisse noch auf Platz 11 rücken und die Saison so noch erfolgreicher beenden. Ziel war der Nichtabstieg und das konnte André Breitenreiter mit seinem Team erreichen. Nun hat sich Breitenreiters Vorgänger zu Wort gemeldet, der einen Anteil an der guten Zweitliga-Saison des vergangenen Jahres hat und kritisierte die Verantwortlichen indirekt für seine Entlassung.


Daniel Stendel war als Spieler im Jahr 1999 zu Hannover 96 gewechselt und beendete seine aktive Spielerkarriere in der zweiten Mannschaft der Niedersachsen im Zeitraum von 2007 bis 2008. Auch als Trainer merkte man ihm seine Vorliebe für das Hannoversche an: Zunächst fungierte er als Co-Trainer für die zweite Mannschaft, dann als Trainer des U17-Teams und schließlich des U19-Teams, ehe er im April 2016 zum Interimstrainer und dann zum offiziellen Cheftrainer der 96er wurde.


Am 01. Juli 2016 begann Stendels Zeit als Cheftrainer der damaligen Zweitligisten. 1,86 Punkte pro Spiel holte Stendel mit seiner Mannschaft in 28 Spielen, bis der 44-Jährige entlassen und von André Breitenreiter ersetzt wurde. Der damalige vierte Platz war den Verantwortlichen offenbar zu wenig gewesen, auch von der sportlichen Spielweise war man nicht überzeugt. Im Interview mit transfermarkt.de äußerte sich der Trainer zu diversen Themen.

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"Hätten auch mit mir den Aufstieg geschafft" - Stendel war und ist von seiner Arbeit in Hannover überzeugt.


Während Breitenreiter letztlich der Aufstieg mit den Norddeutschen gelang, ist Stendel, der zum nächsten Sommer wieder eine Mannschaft trainieren will, der Überzeugung, dass auch ihm dies gelungen wäre. Zur Zeit seiner Entlassung war die Mannschaft nur einen Punkt von einem Aufstiegsplatz entfernt. "Wichtig für Trainer ist die Unterstützung auch in schwierigen Situationen. Der VfB Stuttgart hatte auch schwierige Momente in der 2. Liga zu überstehen und hat Ruhe bewahrt und dem Trainer den Rücken gestärkt. Ich bin mir sicher, dass Hannover 96 auch mit mir als Trainer den Aufstieg geschafft hätte", so der 44-Jährige.

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Keine Gespräche: Seitens der Verantwortlichen habe es keine Kontaktaufnahme zu Stendel gegeben.


Zudem gab es Gerüchte, nach denen Stendel ein Angebot als Jugendtrainer bei Hannover abgelehnt hätte. Doch es fanden keine Gespräche statt, beteuerte Stendel.

"Mit mir persönlich gab es seit meiner Freistellung kein Gespräch, kein Verantwortlicher aus dem Verein hat mich jemals kontaktiert und mit mir über ein Angebot gesprochen, wie man mich einbinden könnte. Daher kann ich reinen Gewissens sagen, dass ich niemals geäußert habe, dass ich nie wieder für 96 arbeiten will. Das ist auch nicht der Fall. Ich bin immer irgendwie mit diesem Verein verbandelt. Ich wünsche dem Klub alles Gute und freue mich, dass sie die Liga gehalten haben", ergänzte er.