​BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke prognostiziere nun in einem Interview, dass die Dominanz des FC Bayern nie wieder abebben werde. Zu groß sei die wirtschaftliche Übermacht des Rekordmeisters. An seinem Verein Borussia Dortmund habe der Deutsche Meister gezeigt, wie sie einen aufkommenden Konkurrenten in Schach halten.


"2011 und 2012, als wir letztmals die Bayern hinter uns lassen konnten, hatten wir etwa 40 Millionen Gehaltsetat und die Bayern etwa 80 Millionen, also das Doppelte", erklärte Watzke in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Heute haben die Bayern immer noch das Doppelte. Wir haben jetzt 110, die Bayern schätze ich auf 220. Der Abstand aber betrug damals 40 Millionen, heute 110, das sagt doch alles." 

Der Abstand der Bayern zur "Konkurrenz" wird immer größer. Selbst als der BVB 2016 starke 78 Punkte holte, die eigentlich für den Gewinn des Meistertitels reichen müssten, thronte der FC Bayern mit zehn Punkten Abstand an der Spitze. Aktuell steht der Revierklub bei 55 Zählern und kämpft um Platz 4.


Der ewige Rivale ist auf Lichtjahre enteilt. Watzke zieht eine bittere Prognose: "Selbst wenn es uns gelänge, mal wieder zwei, drei herausragende Spieler aufzubauen, mit denen wir sie gefährden würden: Dann würden die Bayern sie mit ihren finanziellen Möglichkeiten wahrscheinlich schnell bei uns herauskaufen. Mit dem Verlusten von Lewandowski, Hummels und Götze nach München sind wir jeweils deutlich geschwächt worden."


Auch Bayer Leverkusen und Werder Bremen wurden Anfang der 2000er-Jahre durch diese Vorgehensweise auf Distanz gehalten. Dies sei laut Watzke zwar legitim, werde von den Münchenern aber bewusst "als Strategie" eingesetzt.