​Am Samstag stehen am 34. Spieltag der Bundesliga-Saison diverse entscheidende Spiele an. Für Borussia Dortmund geht es im Duell gegen die TSG Hoffenheim nicht nur um das Kräftemessen mit dem direkten Konkurrenten auf Platz 4, sondern auch um die Teilnahme an der Königsklasse generell, sollte Bayer Leverkusen die Borussen noch einholen.


Es ist nur eine theoretische Rechnung, doch am Samstag könnte sie nach wie vor aufgehen: aktuell hat die Borussia mit 55 Punkten drei Punkte Vorsprung auf die Verfolger aus Sinsheim und Leverkusen. Die Tordifferenz beträgt zu beiden besagten Teams allerdings aktuell nur drei Tore (BVB: plus 55, Leverkusen und Hoffenheim: plus 52). Sollte der BVB im wohl letzten Spiel unter Peter Stöger als Cheftrainer eine Niederlage gegen die Mannschaft von Julian Nagelsmann kassieren und Bayer einen Kantersieg gegen Hannover 96 einfahren, würden die Dortmunder unter Umständen noch auf Platz 5 abrutschen und somit die Champions League verpassen.

FC Schalke 04 v Borussia Dortmund - Bundesliga

"Würde mit 30 Millionen Euro rechnen" - Watzke zu den finanziellen Folgen einer Nicht-Qualifikation zur Champions League.


Sport Bild kontaktierte den Geschäftsführer des Vereins, Hans-Joachim Watzke, und fragte den 58-Jährigen, mit welchen finanziellen Einbußen man im Falle des Scheiterns kalkulieren müsse. "Ich würde mit rund 30 Millionen Euro rechnen", so die Antwort von Watzke. Aufgrund der gestiegenen TV-Einnahmen bedeutet dies im Umkehrschluss, dass ein Erreichen der Champions League zusammen mit den Fernsehgeldern etwa 50 bis 60 Millionen Euro für die kommende Saison generieren würde. Zum Worst-Case-Szenario äußerte sich Watzke wie folgt: "Dann müssten wir an unsere Reserven gehen – aber wir haben natürlich auch welche."


Gegen die TSG will man sich am 34. Spieltag dennoch keine Blöße geben und das letzte Saisonspiel nicht verpatzen. Vor Selbstbewusstsein scheinen die BVB-Akteure allerdings nicht zu strotzen. "Die Hoffenheimer waren zuletzt in Topform, können auch mal viele Tore schießen. Wir müssen gewarnt sein, müssen sehr gut verteidigen, wenige Tore kriegen. Und dann glaube ich nicht, dass Leverkusen 6:0 gewinnt", so die eher vorsichtigen Worte von André Schürrle vor dem Saisonfinale.