DORTMUND, GERMANY - APRIL 21: Heiko Herrlich head coach of Leverkusen looks on prior the Bundesliga match between Borussia Dortmund and Bayer 04 Leverkusen at Signal Iduna Park on April 21, 2018 in Dortmund, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Bayer Leverkusen: Die voraussichtliche Aufstellung gegen Hannover 96

Am 34. und letzten Spieltag der Bundesligasaison 2017/18 empfängt Bayer 04 Leverkusen Hannover 96. Die Mannschaft von Heiko Herrlich hofft auf eine letzte Chance, in der kommenden Spielzeit doch noch an der Champions League teilzunehmen und benötigt neben einem eigenen Sieg auch Schützenhilfe von Borussia Dortmund, das als Tabellendritter auf den direkten Konkurrenten 1899 Hoffenheim treffen wird. Der Gast aus Hannover kann nach dem erreichten Klassenerhalt allerdings befreit aufspielen und der 'Werkself' möglicherweise  noch einige Probleme bereiten.


Herrlich wird lediglich auf Joel Pohjanpalo und Kevin Volland verzichten müssen, während der ein oder andere Abwehrspieler nach kurzer Leidenszeit wieder einsatzfähig wäre. Im Folgenden präsentieren wir eine Möglichkeit, wie der 46-Jährige seine Mannschaft am Samstag auf den Rasen schicken könnte.

1. Torwart: Bernd Leno

Es scheint gut möglich, dass Bernd Leno am Samstag zum letzten Mal für Bayer Leverkusen zwischen den Pfosten stehen wird. Der 26-Jährige wurde in der Vergangenheit immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht, Verhandlungen mit dem SSC Neapel wurden jedoch abgebrochen. Damit ist seine Zukunft noch völlig offen, doch seine Mannschaftskollegen könnten ihm in der Partie gegen Hannover 96 in der Entscheidungsfindung behilflich sein. Sollte Bayer in die Champions League zurückkehren, wäre Leno möglicherweise nicht abgeneigt, noch länger für die 'Werkself' aufzulaufen.

2. Abwehr: Lars Bender

In den vergangenen zwei Monaten hatte Lars Bender immer wieder mit einigen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Der Defensiv-Allrounder der Leverkusener zog sich zunächst einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu, und fehlte das ein oder andere Mal aufgrund von nachwirkenden Schmerzen in den Adduktoren. Auch in der Partie gegen Werder Bremen war der Kapitän nicht im Kader, doch Bender konnte das Training in dieser Woche wieder aufnehmen.

3. Abwehr: Jonathan Tah

Gleiches gilt für Jonathan Tah. Der 22-Jährige zog sich während der 0:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund einen Muskelfaserriss zu und war daher dazu gezwungen, die vergangenen beiden Spiele von Zuhause aus zu verfolgen. Tah ist bei gesundem körperlichen Zustand Stammspieler, absolvierte bislang insgesamt 32 Partien, doch ein Einsatz am Samstag ist trotz allem fraglich. Möglicherweise will Herrlich keine erneute Verletzung riskieren und könnte daher Retsos aufs Feld schicken.

4. Abwehr: Sven Bender

Der dritte Abwehrspieler, der zuletzt mit einigen Beschwerden zu kämpfen hatte, war Sven Bender. Der Zwillingsbruder von Kapitän Lars litt an einer Muskelverhärtung, die ihn in den vergangenen beiden Partien außer Gefecht setzte. Er gehörte in dieser Woche ebenfalls zu den Rückkehrern im Training, doch auch für ihn gilt: Möglicherweise verzichtet Herrlich erneut auf einen Einsatz. 

5. Abwehr: Wendell

Wendell hingegen kehrte vergangene Woche wieder auf das Spielfeld zurück. Der Brasilianer verletzte sich vor einigen Wochen beim 4:1-Auswärtssieg in Leipzig, verpasste die drei darauffolgenden Partien und startete gegen Werder Bremen wieder von Beginn an. Aufgrund einiger Sperren stand der Linksverteidiger in dieser Saison bislang 25 Mal auf dem Platz und dürfte auch in Zukunft fest zum Stamm von Bayer Leverkusen gehören. 

6. Mittelfeld: Julian Baumgartlinger

Auch Julian Baumgartlinger kam in dieser Spielzeit regelmäßig zum Einsatz. Der 30-jährige Mittelfeldspieler lieferte sich einen engen Konkurrenzkampf mit Dominik Kohr, kam in der Rückrunde jedoch immer häufiger zum Zug und stand insgesamt 21 Mal auf dem Platz, wobei er 16 Mal von Anfang an spielte.

7. Mittelfeld: Charles Aranguiz

Charles Aranguiz hingegen ist ein fester Bestandteil von Bayer Leverkusens Doppelsechs. Der Chilene wurde in dieser Saison einzig und allein von zwei Muskelfaserrissen daran gehindert, durchgehend auf dem Platz zu stehen und absolvierte insgesamt 30 Pflichtspiele, in denen er zwei Tore erzielte und zwei weitere Vorlagen gab.

8. Offensives Mittelfeld: Leon Bailey

Zum Jahreswechsel befand sich Leon Bailey in bestechender Form, doch was direkte Torbeteiligungen betrifft, ließ der Jamaikaner in den vergangenen Wochen ein wenig nach. Seit dem 24. Spieltag kommt der 20-Jährige lediglich auf einen einzigen Assist und sorgte eher durch unrühmliche Aussagen seines Beraters für ein wenig Zündstoff. Der Spieler selbst fühlt sich im Bayer-Dress allerdings wohl, bringt es in 29 Bundesligaspielen auf neun Tore und sechs Vorlagen und dürfte auch in Zukunft ein wichtiger Baustein für die Leverkusener sein. 

9. Offensives Mittelfeld: Kai Havertz

Ähnlich ist es auch bei Kai Havertz. Der 18-Jährige gehörte auch in dieser Saison zum Leverkusener Stammpersonal und stand daher regelmäßig in der Bundesliga auf dem Platz. Im offensiven Mittelfeld gibt er vor allem als Vorlagengeber den Takt und hat mit neun Assists vereinsintern die meisten auf dem Konto. Zwar stand er nicht in all seinen Einsätzen in der Startelf, doch mit Havertz ist regelmäßig zu rechnen.

10. Offensives Mittelfeld: Julian Brandt

Die Dreierreihe im offensiven Mittelfeld könnte von Julian Brandt komplettiert werden. Der 22-Jährige wäre in dem Dreigespann hinter der Sturmspitze der älteste und gleichzeitig auch der erfahrenste Akteur. Bislang stand Brandt insgesamt 171 Mal für die Leverkusener auf dem Platz und absolvierte davon 131 Bundesligapartien, in denen er jeweils 26 Tore und Torvorlagen erzielte. Sollte er gegen Hannover 96 zum Einsatz kommen, hätte er als einziger Bayer-Akteur in jedem Bundesligaspiel dieser Saison auf dem Platz gestanden .

11. Angriff: Lucas Alario

Kevin Volland wird die letzte Partie aufgrund einer Gelbsperre verpassen, daher wird aller Voraussicht nach Lucas Alario in die Sturmspitze rücken. Der Argentinier erlebte durchaus eine ordentliche erste Spielzeit am Rhein und erzielte in 22 Einsätzen sieben Tore. Gemeinsam mit Volland bildet er einen soliden Sturm für Heiko Herrlich und aufgrund der Qualifikation für das internationale Geschäft dürfte Alario - unabhängig vom Wettbewerb, an dem Bayer letztendlich teilnehmen wird - im kommenden Jahr noch mehr Einsätze verbuchen.