Großes Glück braucht der Hamburger SV, um in dieser Saison nicht erstmals den Gang in die 2. Liga antreten zu müssen. Gotoku Sakai kennt diese Situation bereits aus dem Vorjahr und geht als Kapitän mit gutem Beispiel voran.


Im letzten Saisonspiel ​gegen Borussia Mönchengladbach ist der Hamburger SV auf Schützenhilfe des 1. FC Köln angewiesen, der am Samstag (15.30 Uhr) parallel beim VfL Wolfsburg antritt. Zwei Zähler beträgt der Rückstand des HSV auf die Wölfe, sodass die Rothosen ihr Heimspiel gegen Gladbach gewinnen müssen, um überhaupt eine Chance auf den Relegationsplatz zu haben.


Jeder Einzelne glaube weiterhin an den Klassenerhalt, versichert Hamburgs Kapitän Gotoku Sakai im Gespräch mit dem kicker. „Wir haben eine gute Stimmung im Team. Wir haben ein Heimspiel und unsere Fans im Rücken. Wir wollen es erzwingen.“ Für die gute Stimmung ist vor allem Christian Titz verantwortlich, der aus bisher sieben Spielen zehn Punkte holte. Der Mannheimer soll auch in der kommenden Saison HSV-Trainer bleiben.

Hamburger SV v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Gotoku Sakai will mit aller Gewalt den Klassenerhalt



Dass der Bundesliga-Dino so tief in die Bredouille rutscht, hätten zu Saisonbeginn nur die Wenigsten gedacht. Schließlich startete der HSV mit zwei Siegen in Folge in die neue Spielzeit. „Nach den beiden Siegen zu Beginn hatten wir natürlich die Hoffnung, dass wir das Polster auf die Abstiegsplätze weiter ausbauen können“, schildert Sakai. Doch dann sei man in einen Negativlauf geraten und habe acht Spiele in Folge nicht gewonnen. Es habe an Stabilität gefehlt – „wir konnten uns nicht befreien. Es kam vieles zusammen, es ist schwer, den einen Grund zu benennen.“


Dass es in dieser Saison eng werden könnte, habe Sakai zum ersten Mal so richtig nach der Niederlage gegen Köln gespürt. Mitte Januar verlor der HSV sein Heimspiel gegen die Geißböcke mit 0:2. Für die Hamburger war es damals das erste Heimspiel in neuem Jahr. Inzwischen hat sich die Situation noch mehr zugespitzt.