​Auf der Suche nach einem neuen Trainer scheint bei Borussia Dortmund aktuell alles für Lucien Favre zu sprechen. Bereits in der kommenden Woche soll der Schweizer als neuer Coach des Revierklubs präsentiert werden. Dieter Hoeneß, der Favre aus der gemeinsamen Zeit in Berlin kennt, stellt den Nizza-Trainer gar auf eine Stufe mit Pep Guardiola.


"Favre mag abseits des Trainingsplatzes mitunter schwierig gewesen sein. Aber auf dem Platz gehört er zu den Besten, da spielt er für mich in einer Liga mit Pep Guardiola", so der ehemalige Manager in einem Interview mit der Welt. Und Hoeneß muss es wissen, arbeitete er doch mit Favre zwischen 2007 und 2009 zusammen bei der Hertha.

Doch das Verhältnis zwischen Favre und den Verantwortlichen war stets angespannt. Für Hoeneß trotz des sportlichen Erfolgs keine einfache Zeit: "Er tat sich damals schwer damit, Entscheidungen in der Kaderplanung zu treffen", so der 65-Jährige weiter. "Darauf musst du dich als Verantwortlicher einstellen, das kostet Kraft. Aber er hat alle Mannschaften, die er trainiert hat, deutlich besser gemacht. Und er wird sich auch selbst weiterentwickelt haben."


Die Berliner führte Favre zurück nach Europa, bei Borussia Mönchengladbach formte er aus einem Abstiegskandidaten ein Champions-League-Team. Auch den OGC Nizza führte er in der vergangenen Saison in die Europa League. In dieser Spielzeit verpasst man allerdings wohl den Sprung ins internationale Geschäft. Dank einer Ausstiegsklausel kann Lucien Favre das Team von der Cote d'Azur verlassen. Der Wechsel nach Dortmund soll in den nächsten Tagen perfekt gemacht werden.