1899 Hoffenheim will am Samstag die direkte Champions-League-Qualifikation klar machen. Für die kommende Saison braucht das Team von Trainer Julian Nagelsmann dringend frisches Personal. Ganz oben auf der Liste soll ein U21-Nationalspieler aus Mainz stehen, für den ein zweistelliger Millionenbetrag fällig würde.


Am Samstag will 1899 Hoffenheim mit einem Heimsieg im "Endspiel" gegen den BVB die Saison mit der Qualifikation für die Champions League zu einem gelungenen Abschluss bringen. Danach beginnt für Manager Alexander Rosen und Trainer Julian Nagelsmann die Planungen für die kommende Spielzeit. 


Ob Königsklasse oder doch wieder "nur" Europa League - unabhängig vom Abschneiden steht bei den Kraichgauern wohl ein kleiner Umbruch an. In der Offensive verliert die TSG Torjäger Mark Uth (ablösefrei nach Schalke), Bayern-Leihgabe Serge Gnabry kehrt nach München zurück. 

VfB Stuttgart v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Bittere Diagnose: Lukas Rupp (m., gegen Stuttgarts Erik Thommy) zog sich gegen den VfB einen Kreuzbandriss zu. TSG-Coach Julian Nagelsmann fordert Ersatz.


Etwas weiter hinten wird Kapitän Eugen Polanski Hoffenheim verlassen. Die Zukunft von Nadiem Amiri ist weiter offen. Der U21-Europameister ist heiß begehrt und könnte von seiner Ausstiegsklausel (17 Millionen Euro) im bis 2020 laufenden Vertrag Gebrauch machen. Zudem zog sich Lukas Rupp am vergangenen Samstag gegen Ex-Klub Stuttgart ​einen Kreuzbandriss zu, Eigengewächs Dennis Geiger verpasst wegen einer Oberschenkelverletzung die komplette Sommer-Vorbereitung und kann wohl erst Anfang September wieder eingreifen.


Von den Rheinhessen in den Kraichgau?


​Bedarf, den Kader aufzurüsten, herrscht also genug im Kraichgau. Auf der Position im zentralen Mittelfeld braucht Julian Nagelsmann frisches Personal. Der ablösefreie ​Max Meyer wurde bereits in Hoffenheim gesichtet. Der angeblich vom BVB umworbene Thomas Delaney wird ebenfalls auch mit der TSG in Verbindung gebrach. Die Bild berichtet nun von einem weiteren Kandidaten: Suat Serdar von Mainz 05 soll auf der TSG-Liste ganz oben stehen.

Der U21-Nationalspieler trägt seit zehn Jahren das Mainz-Trikot und hat als echtes Eigengewächs spätestens in der laufenden Spielzeit unter Sandro Schwarz den Durchbruch in der Bundesliga geschafft. 25-mal kam er in der Liga zum Einsatz, 16-mal davon in der Startelf. Im DFB-Pokal stand Serdar bis zum Aus gegen Frankfurt im Viertelfinale dreimal auf dem Feld. Drei Treffer gelangen dem 21-jährigen Deutsch-Türken wettbewerbsübergreifend. Das Saisonfinale für die bereits geretteten Mainzer verpasst er aufgrund einer Oberschenkelverletzung.


Erste Gespräche zwischen dem flexibel einsetzbaren Serdar und Hoffenheim sollen bereits stattgefunden haben. In Mainz läuft sein Vertrag noch bis 2021 - eine "niedrige zweistellige Millionen-Summe" würde daher fällig werden, berichtet die Bild weiter. Hoffenheim sei aber nicht der einzige Interessent, der ein Auge auf den Mittelfeld-Mann geworfen habe. Neben anderen Bundesligisten sollen auch englische Klubs Interesse zeigen und Besiktas Istanbul mitbieten.