​Für Werder Bremen geht es im Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 um nicht mehr viel. Lediglich eine bessere Platzierung und dabei ein wenig mehr TV-Gelder sind noch möglich. Wichtiger scheinen aber die Planungen an der Weser für die kommende Spielzeit zu sein und da spielt ein Youngster eine große Rolle. 


Zum Ende der Saison wird die Leihe des Offensivmannes Ishak Belfodil enden. Der Algerier wird aller Voraussicht nach danach auch nicht mehr zum SV Werder zurückkehren,​ zuletzt gab es zudem ​Unstimmigkeiten zwischen Manager Frank Baumann und seinen Beratern. Doch Trainer Florian Kohfeldt betont in einem Interview mit dem kicker, dass er keinen auswärtigen Ersatz für ihn verpflichten werde. "Zunächst mal hätte ich die eine oder andere sonstige Priorität", stellte er klar und betonte, dass mit Johannes Eggestein und Josh Sargent zwei "Abschlussspieler" in den eigenen Reihen stehen. 



Gerade Eggestein darf sich berechtigte Hoffnungen auf mehrere Einsätze in der kommenden Spielzeit machen. "Wenn wir es schaffen, das Spiel mehr in den Strafraum zu verlagern, wird er für uns in der Box sehr wichtig sein", prophezeit Kohfeldt. "Aber er ist darüberhinaus auch ein Kombinationsspieler. Da lernt er momentan sehr viel von Max Kruse", und stellt klar, dass er von 'Jojo', so nennen sie ihn in Bremen, "absolut überzeugt" ist. 


Variabel und gefährlich 


In der Bundesliga-Saison 2018/2019 soll endlich der Groschen fallen und von Anfang an überzeugt werden. Ein wichtiger Grundstein dafür ist eine funktionierende Offensive, das weiß auch Trainer Kohfeldt, der bereits einen genauen Plan hat. "Die Außen die nur an der Linie kleben, existieren in meinen Plänen nicht", stellt er klar. Kohfeldt baut eher auf das variable. Spieler, die von den Außen in die Mitte ziehen und von der Mitte auf die Außen. 


Ein Kandidat soll deshalb Leonardo Bittencourt sein. Der Spieler, dessen Zukunft beim 1. FC Köln noch ungeklärt ist, ist stark am Ball und dribbelstark. Jemand, den Kohfeldt gut auf der Außenbahn einbinden könnte. Doch dafür müsste noch mindestens ein Akteur den Verein verlassen. Mit Milot Rashica, Aron Johannsson, Florian Kainz und Fin Bartels besitzen die Grün-Weißen auf dieser Position zu viele Möglichkeiten. Es bleibt somit weiter spannend am Osterdeich.